Lüneburg und Drochtersen/Assel im Endspiel

Die ersten beiden Finalisten im Niedersachsenpokal stehen fest: Lüneburg und Drochtersen/Assel haben nicht nur die Möglichkeit auf einen Titel, sondern auch auf die Qualifikation für den DFB-Pokal.

Zwei Partien standen an Karsamstag im Krombacher Niedersachsenpokal auf dem Programm und die Frage, welche Mannschaften sich in den beiden Wettbewerbssträngen für das Endspiel qualifizieren können und damit weiter von der Teilnahme am DFB-Pokal träumen dürfen. Für den Lüneburger SK Hansa und die SV Drochtersen/Assel steht am 23. bzw. 24. Mai ein weiterer Pflichtspieltermin im Kalender, denn die beiden Teams konnten sich in ihren Halbfinalpartien durchsetzen und stehen damit am Pfingst-Wochenende im Finale.
Für den Oberligisten aus Lüneburg gab es im Duell mit dem 1. FC Germania Egestorf-Langreder einen knappen 2:1-Heimerfolg. Vor rund 650 Zuschauern hatten die Gäste aus Barsinghausen zwar deutlich mehr Ballbesitz, konnten sich daraus allerdings keine nennenswerten Offensivaktionen erarbeiten. Der LSK stand hinten kompakt und war insbesondere durch Standardsituationen gefährlich. Kurz vor der Pause gingen die Hausherren nach einem ruhenden Ball dann folgerichtig in Führung, Tomek Pauer erzielte per Kopf den 1:0-Pausenstand (39.).
Nach dem Seitenwechsel war Germania um eine Reaktion bemüht und konnte sich nach rund einer Stunde mit dem Ausgleichstreffer belohnen. Jonas Lübke sorgte mit seinem Tor für das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:1 (58.).
In der Folge blieben die Gäste das aktivere Team und hatten mehrfach die Führung auf dem Fuß, verpassten es aber, die spielerische Überlegenheit in Zählbares umzumünzen. Kurz vor Ende erhielten die Lüneburger dann einen Strafstoß zugesprochen. Zwar konnte Gäste-Keeper Bennet Ruf den ersten Versuch parieren, doch der Ball landete bei Pauer, der im zweiten Anlauf die erneute Führung markierte (80.).
Da Egestorf-Langreder in der verbleibenden Spielzeit nicht erneut zurückschlagen konnte, blieb es letztlich beim 2:1-Erfolg für den LSK, der damit nach 2017 wieder ins Pokalendspiel einzogen und weiter vom Titelgewinn und der damit verbundenen Teilnahme am DFB-Pokal träumen darf. Entsprechend glücklich war Trainer Tarek Gibbah nach dem Spiel: „Wir sind unglaublich froh, dass wir das Spiel heute gezogen haben. Ich bin einfach nur stolz auf die Mannschaft, die sich in den vergangenen Monaten gegen jeden Widerstand durchgesetzt hat. Jetzt heißt es feiern, aber ab Dienstag geht der Fokus wieder aufs nächste Punktspiel.“
Auf wen die Lüneburger im Endspiel des Wettbewerbsstranges „Amateure“ am 23. Mai treffen, entscheidet sich am Ostermontag, wenn der SV Wilhelmshaven den TuS Bersenbrück empfängt. Das Spiel ist kostenlos und exklusiv im Livestream auf dem YouTube-Kanal des NFV zu sehen.
Drochtersen/Assel höchst effizient ins Endspiel
Im zweiten Finale des Krombacher Niedersachsenpokals steht mit der SV Drochtersen/Assel der aktuelle Tabellenzweite der Regionalliga Nord, die sich dank eines abgeklärten 3:1-Auswärtserfolges beim VfB Oldenburg das Endspielticket sicherte.
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Der dreifache Pokalsieger stellte die Weichen bereits im ersten Durchgang auf Sieg. Jannes Wulff erzielte in der 27. Minute aus rund 16 Metern mit einem platzieren Schuss ins untere linke Eck die 1:0-Führung. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war es Matti Cebulla, der nach einer Hereingabe von der rechten Seite den Ball humorlos unter die Latte hämmerte (45.+3).
Die über 4.000 Zuschauer im Oldenburger Marschwegstadion sahen zwar einen couragierten Auftritt ihres VfB, der sich sowohl in der ersten als auch in der zweiten Hälfte die eine oder andere gute Möglichkeit erspielte, doch Jubeln durften erneut die Gäste. Dennis Rosin sorgte mit seinem Treffer nach einer Stunde für die Vorentscheidung (62.) und belohnte Drochtersen/Assel für eine enorm effiziente Leistung.
Die größte Chance auf das Anschlusstor hatte Mats Facklam knapp 20 Minuten vor dem Ende, als es nach einem Foul im Strafraum Elfmeter für die Gastgeber gab. Der Stürmer nahm sich der Sache an, scheiterte jedoch mit seinem mittig geschossenen Strafstoß an Torhüter Patrick Siefkes (73.).
Kurz vor Schluss belohnte Vjekoslav Taritas eine gute Leistung der Oldenburger mit dem Ehrentreffer (89.). Dennoch blieb es beim letztlich souveränen 3:1-Erfolg der SV Drochtersen/Assel, die damit weiterhin vom vierten Pokalsieg träumen darf. Im Endspiel trifft die Mannschaft aus dem Landkreis Stade auf den Sieger der Partie SSV Jeddeloh II und TSV Havelse. Das Duell des Regionalligisten gegen den Drittligisten wird am 15. April ausgetragen.
Das Halbfinale im Wettbewerbsstrang „3. Liga/Regionalliga“ in der Übersicht:
- VfB Oldenburg – SV Drochtersen/Assel 1:3
- SSV Jeddeloh II – TSV Havelse | 15.04. | 19 Uhr
Das Halbfinale im Wettbewerbsstrang „Amateure“ in der Übersicht:
- Lüneburger SK Hansa – 1. FC Germania Egestorf-Langreder 2:1
- SV Wilhelmshaven – TuS Bersenbrück | 06.04. | 15 Uhr | im Livestream











