Hannover 96 feiert Titelverteidigung

Mit einem souveränen Finalsieg sicherte sich Hannover 96 die Titelverteidigung und zugleich das Ticket für den DFB-Pokal in der kommenden Saison.

Hannover 96 hat zum zweiten Mal hintereinander und zum dritten Mal insgesamt den niedersächsischen Verbandspokal der Frauen gewonnen. Im Barsinghäuser Endspiel setzten sich die Roten heute Nachmittag klar mit 5:0 (3:0) gegen den FC Jesteburg-Bendestorf durch und qualifizierten sich damit zugleich für den DFB-Pokal.

Zum Spiel: Gegen die favorisierten Landeshauptstädterinnen bot Jesteburgs Coach Marcel Hagemann nominell ein 4-2-3-1-System auf. Tatsächlich ließ er jedoch eine Fünferkette vor der Viererkette verteidigen mit Fabienne Stejskal als Spitze. Jesteburg parkte den Bus und lief 96 erst ab der Mittellinie an. So entwickelte sich eine einseitige Partie, in der Hannover jedoch lange Zeit Schwierigkeiten hatte, das Jesteburger Bollwerk zu knacken.

Vor dem Führungstreffer nach 36 Minuten hatte 96 eigentlich nur zwei Chacnen. Eine von links hereingegebene Flanke von Mathea König erreichte in der 17. Minute Julia Dose am rechten Strafraumeck, die den Ball jedoch am linken Pfosten vorbeisetzte. Drei Minuten später verpasste Nele Obara eine Flanke mit dem Kopf nur knapp.

Svea Rittmeier brach mit ihrem Führungstreffer den Bann für Hannover 96.

Ein Standard brach schließlich den Bann: Nach einer mit links getretenen Ecke von rechts (Paula Meyer) entwickelte sich am und im Jesteburger Fünfmeterraum ein Gestocher, das Svea Rittmeier schließlich mit ihrem Treffer zum 1:0 beendete. Anschließend kam die Mannschaft aus dem NFV-Kreis Harburg zu ihrer einzigen nennenswerten Möglichkeit, als Thora Schädel gegen die weit vor dem Tor stehende 96-Keeperin Leah Bungeroth ihr Glück versuchte, der Ball aber doch deutlich über das Tor ging.

In der 45. Minute durfte 96 zum zweiten Mal jubeln: Bungeroth öffnete mit einem weiten Ball die rechte Seite, wo Dose die Kugel annahm und sie maßgerecht in die Mitte zu Obara passte, die die Vorlage verwertete. An sich der Halbzeitstand, doch Hannover sollte in der Nachspielzeit noch einmal zum Erfolg kommen. Paula Meyers Flanke von links segelte über alle Jesteburger Köpfe hinweg zu Julia Dose, die im rechten Strafraumbereich lauerte und den Ball mit einem satten Schuss an FC-Keeperin Larrissa Parchatka in die Maschen drosch.

Julia Dose war mit ihrem Doppelpack maßgeblich am Pokalsieg für Hannover beteiligt.

Die restliche Spielzeit geriet für 96 zum Schaulaufen mit dem finalen Höhepunkt in der 67. Minute. Einen weiten Hannoveraner Ball in die Spitze erlief die aus ihrem Tor herausgeeilte Parchatka vor dem eigenen Strafraum. Doch Jesteburgs Torhüterin konnte das Leder nicht unter Kontrolle bringen, so dass es zu Lina-Sophie Seifert sprang, die den Ball problemlos ins leere Tor schießen konnte.

Ausgelassen feierten die Spielerinnen von Trainer Kevin Martin nach Abpfiff den Pokalsieg, der übrigens zum dritten Mal ohne Gegentreffer errungen wurde.

Zum insgesamt dritten Mal gewann Hannover 96 den Niedersachsenpokal.

Das Spiel in der Statistik

FC Jesteburg-Bendestorf – Hannover 96 0:5 (0:3)

Bendestorf-Jesteburg: Larissa Parchatka – Janine Von-Der-Wroge (73. Lea Dorn), Annalena Otto, Annika Paschköwitz, Theres Garbers – Johanna Scholles (84. Pia Weijlupek), Maleen Gerkens, Mirjam Reißer, Karen Schäfer (77. Felice Wulf), Nina Bichler (12. Thora Schädel) – Fabienne Stejskal (67. Miriam Pahl).

Hannover 96: Leah Bungeroth – Amelie König, Mathea König, Svea Rittmeier, Lina-Sophie Seifert (85. Alina Wickert) – Julia Dose (74. Jana Menger), Lena Rathmann, Nele-Marie Exeler (74. Sophia Wesche), Paula Meyer – Nele Obara (85. Vivian Vahid Dastgerdi), Leonie Dombrowa (67. Enna Surburg).

Schiedsrichter: Franka Gerstmann (SV Meinersen-Ahnsen- Päse), Alice Ritter (BSC Acosta), Celine Marie Pläp (VfR Wilsche-Neubokel).

Gelbe Karten: -

Tore: 0:1 Rittmeier (36.), 0:2 Obara (45.), 0:3 Dose (45.+3), 0:4 Dose (52.), 0:5 Seifert (67.).

Zuschauer: 350
 

Der Weg ins Finale

FC Jesteburg-Bendestorf: 4:1 TV Jahn Delmenhorst (H, Runde 1), 7:6 n. E. SV Wendessen (H, 2. Runde), 4:1 FC Pfeil Broistedt (A, VF), 5:4 n. E. SV TiMoNo (H, HF).

Hannover 96: 1:0 SG Rodenberg (A, 1. Runde), 4:0 Eintracht Northeim (A, 2. Runde), 5:1 TSV Barmke (H, VF), 3:1 SpVg Aurich (A, HF).
 

Siegertafel NFV-Pokalsieger Frauen

2026 Hannover 96

2025 Hannover 96

2024 ESV RW Göttingen

2023 TSV Barmke 

2022 VfL Jesteburg 

2021 FC Pfeil Broistedt (Losentscheid)

2020 TV Jahn Delmenhorst 

2019 Eintracht Braunschweig 

2018 Hannover 96 

2017 TV Jahn Delmenhorst 

2016 Union Meppen 

2015 Union Meppen 

2014 Union Meppen 

2013 VfL Wolfsburg II 

2012 VfL Wolfsburg II 

2011 TSG Burg 07 Gretesch 

2010 BV Cloppenburg 

2009 VfL Wolfsburg II 

2008 VfL Oythe 

2007 Mellendorfer TV 

2006 VfL Oythe 

2005 SuS Timmel 

2004 TV Jahn Delmenhorst 

2003 SV Victoria Gersten 

2002 FSV Westerstede 

2001 SV Victoria Gersten

2000 SV Victoria Gersten

1999 FSV Westerstede 

1998 WSV Wendschott 

1997 Jahn Delmenhorst 

1996 Jahn Delmenhorst 

1995 VfL Wildeshausen 

1994 Wolfenbütteler SV 

1993 SV Victoria Gersten

1992 Jahn Delmenhorst

1991 VfL Wildeshausen

1990 VfR Eintracht Wolfsburg

1989 VfR Eintracht Wolfsburg

1988 VfR Eintracht Wolfsburg

1987 TSV Fortuna Sachs.Hannover

1986 VfL Wildeshausen

1985 VfR Eintracht Wolfsburg 

1984 VfL Wildeshausen

1983 VfR Eintracht Wolfsburg 

1982 VfL Wildeshausen 

1981 VfL Wildeshausen

1980 VfR Eintracht Wolfsburg

1979 VfL Wilhelmshaven

1978 Rotenburger SV

1977 SV Arminia Hannover

1976 Sparta Göttingen

1975 Sparta Göttingen

1974 SV Nüttermoor


Autor: Manfred | Fotos: Stefan Zwing