Meppen schlägt HSC und steht im Halbfinale

Dank eines knappen 1:0-Erfolges gegen den HSC Hannover zieht der Drittligist in die Vorschlussrunde ein. Der entscheidende Treffer gelang Akono bereits im ersten Durchgang.

Nachdem gestern bereits der BSV Kickers Emden das Halbfinalticket gebucht hatte, zog der SV Meppen am heutigen Samstag nach. Der Drittligist setzte sich mit 1:0 gegen den Regionalligisten HSC Hannover durch und darf damit weiter vom vierten Erfolg im Krombacher Niedersachsenpokal träumen. Beide Mannschaften hatten sich im Vorfeld der Partie auf einen Heimrechttausch geeinigt.

Dabei betrieben die Emsländer in einer recht einseitigen ersten Hälfte Chancenwucher. Nach einer kurzen Anlaufphase übernahmen die Hausherren das Kommando und hatten durch Thorben Deters die erste gute Möglichkeit, doch der Kapitän scheiterte an HSC-Torhüter Pascal Geerts (9.). Die Gäste aus Hannover standen tief und versuchten die Räume eng zu machen, während Meppen Ball und Gegner kontrollierte. In der 19. Minute war es dann Cyrill Akono, der die Führung für den SVM besorgte. Dominique Domröse brachte den Ball von der rechten Seite flach vor das Tor, wo Akono aus kurzer Entfernung artistisch mit der Hacke vollendete.

Meppen blieb weiter die spielbestimmende Mannschaft, verpasste allerdings den zweiten Treffer trotz einiger guter Abschlussmöglichkeiten. Nach etwa einer halben Stunde meldete sich dann auch der HSC offensiv an. Denis Vukancic fasste sich aus knapp 20 Metern ein Herz, doch sein Schuss landete nur auf und nicht im Tor. Kurz vor der Pause prüfte Niclas Nadj mit einem weiteren Abschluss Gäste-Keeper Geerts, der allerdings mit einer starken Fußabwehr parierte (40.). So blieb es zur Pause bei der knappen Führung für Meppen.

Im zweiten Durchgang brauchten beide Mannschaften, um wieder Fahrt aufzunehmen. Die erste zwingende Aktion hatten die Hannoveraner nach knapp einer Stunde, als ein Eckball im Fünfmeterraum für Gefahr sorgte. Doch die Hintermannschaft des SVM konnte mit vereinten Kräften die Kugel aus dem Gefahrenbereich befördern.

Die Partie wurde nun deutlich zerfahrener, beide Teams lieferten sich intensive Duelle im Mittelfeld, während gefährliche Offensivaktionen Mangelware blieben. Kurz vor Schluss war es dann Akono, der mit einem Distanzschuss die Latte traf und damit die Schlussphase einläutete (78.).

Fünf Minuten vor dem Ende hatten auch die Gäste Aluminiumpech, als der eingewechselte Amoro Diedhiou nur den Außenpfosten traf. Der HSC witterte nun seine Chance und kam durch Finn Hoffmann in der Nachspielzeit zu einer weiteren guten Gelegenheit, doch den Abschluss des Stürmers aus rund 20 Metern konnte Meppens Schlussmann Noah Oberbeck mit einer Glanzparade entschärfen (90.).

So blieb es am Ende beim knappen, aber nicht unverdienten Heimsieg des Favoriten, der sich damit für das Halbfinale qualifizierte. Insbesondere im ersten Durchgang ließen die Emsländer einige gute Möglichkeiten ungenutzt, sodass sich dem HSC Hannover bis zum Schluss die Möglichkeit zum Ausgleich bot. Allerdings verpasste der Außenseiter den Lucky Punch und muss sich trotz einer engagierten Leistung aus dem Pokal verabschieden.

Die übrigen Halbfinalisten werden im September ermittelt, wenn der SSV Jeddeloh II und die FSV Schöningen (9. September) sowie der VfB Oldenburg und der TSV Havelse (30. September) aufeinandertreffen.

Das Viertelfinale im Wettbewerbsstrang „3. Liga/Regionalliga“ in der Übersicht

  • SV Drochtersen/Assel – BSV Kickers Emden 2:4
  • SV Meppen – HSC Hannover 1:0
  • SSV Jeddeloh II – FSV Schöningen | 09.09. | 19 Uhr
  • VfB Oldenburg – TSV Havelse | 30.09. | 18.30 Uhr

    Autor: Sebastian Koelman | Foto: Dr. Werner Scholz