Bersenbrück nach Kantersieg im Finale

Der TuS Bersenbrück feiert einen eindrucksvollen 6:1-Erfolg beim SV Wilhelmshaven und steht damit nach 2023 erneut im Finale. Gegner ist der Lüneburger SK Hansa, der den ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte einfahren möchte.

    Nachdem am Karsamstag mit dem Lüneburger SK Hansa bereits der erste Finalist des Krombacher Niedersachsenpokals ermittelt worden war, standen sich am Ostermontag im Wettbewerbsstrang „Amateure“ mit dem SV Wilhelmshaven und dem TuS Bersenbrück zwei zweifache Pokalsieger gegenüber, um den Endspielgegner der Lüneburger zu ermitteln.

    Vor 966 Zuschauern im Jadestadion erwischten die Gäste aus Bersenbrück den besseren Start und gingen schon früh in Führung. Eine als Flanke gedachte Hereingabe von Saikouba Manneh aus über 25 Metern wurde lang und länger und segelte über SVW-Keeper Nikolaos Koliofoukas hinweg ins Tor (7.).

      Kein Durchkommen gab es für den SV Wilhelmshaven (rote Trikots) im Heimspiel gegen Bersenbrück. Die Friesländer verpassten damit den ersten Finaleinzug seit 2013.

      Wilhelmshaven brauchte nur kurz, um sich von dem frühen Schock zu erholen und kontrollierte mit zunehmender Spieldauer das Geschehen, ohne sich jedoch zwingende Abschlüsse zu erspielen. Bersenbrück stand tief in der eigenen Hälfte und setzte vor allem auf schnelle Umschaltmomente. Kurz vor der Pause erhöhte das Team von Andy Steinmann auf 2:0 und verpasste den Gastgebern damit den nächsten Nackenschlag. Ein Einwurf von der linken Seite landete bei Michel Eickschläger, der den Ball mit dem Hinterkopf über Koliofoukas ins Tor beförderte (43.).

      Wilder Schlagabtausch & zahlreiche Tore im zweiten Abschnitt

      Der zweite Durchgang war keine fünf Minuten alt, als der TuS Bersenbrück den dritten Treffer nachlegte. Ein Freistoß aus der eigenen Hälfte segelte in den Strafraum zu Matthis Wellmann, dessen Abschluss zunächst geblockt wurde. Der Abpraller landete vor den Füßen von Markus Lührmann, der den Ball aus elf Metern unter die Latte hämmerte (49.).

      Der TuS Bersenbrück zeigte sich enorm kaltschnäuzig vor dem Tor und feierte am Ende einen spektakulären 6:1-Erfolg.

      Die Gäste bewiesen an diesem Nachmittag eine enorme Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor und erhöhten nur wenige Zeitumdrehungen später auf 4:0. Eine Ecke wurde von Manneh erneut ins Zentrum befördert, wo Philipp Schmidt im zweiten Anlauf den Doppelschlag perfekt machte (55.). Wilhelmshaven gab sich jedoch noch nicht geschlagen und verkürzte nur vier Minuten später durch Samuel Stainbank auf 1:4, als er Gäste-Keeper Nils Böhmann aus kurzer Entfernung keine Abwehrchance ließ (59.).

      Fast hätte Manneh im Gegenzug den Vier-Tore-Vorsprung wieder hergestellt, doch der eingewechselte Ajdin Herovic hielt den SVW weiter im Spiel. Zehn Minuten später musste der junge Torwart dann allerdings erneut hinter sich greifen, als Schmidt den Ball nach einer Hereingabe aus kurzer Entfernung über die Linie drückte (70.). Und der Torreigen für die Gäste war noch nicht zu Ende. Simon James, erst wenige Augenblicke zuvor eingewechselt, wurde nach einer Ecke strafstoßwürdig zu Boden gerissen. Der 21-Jährige nahm sich der Sache selbst an, schob den Ball flach rechts unten ins Tor und machte damit das halbe Dutzend voll (76.).

      Mit dem eindrucksvollen 6:1-Erfolg zieht der TuS Bersenbrück ins Finale des Krombacher Niedersachsenpokals ein und trifft dort am 23. Mai auf den Lüneburger SK Hansa. Das Endspiel wird im Barsinghäuser August-Wenzel-Stadion ausgetragen und ist Teil der großen Live-Konferenz in der ARD anlässlich des „Finaltag der Amateure“. Die genaue Anstoßzeit wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Während Bersenbrück zuletzt 2023 den Titel gewinnen konnte, wäre ein Erfolg des LSK eine Premiere.

      Krombacher Niedersachsenpokal im Wettbewerbsstrang „Amateure“:

      Halbfinale:

      • Lüneburger SK Hansa – 1. FC Germania Egestorf-Langreder 2:1
      • SV Wilhelmshaven – TuS Bersenbrück 1:6
         

      Finale:

      • Lüneburger SK Hansa – TuS Bersenbrück | 23. Mai | Live in der ARD
         

      Autor: Sebastian Koelman | Fotos: Birgit Müller