Das Siegerteam vom VfB Peine. Foto: Marc Werner/EJZ

Ersatzgeschwächte Peiner trumpfen groß auf

27.06.2022

Sie waren zu ihrer ersten Turnierteilnahme ohne Ambitionen angereist, zumal sie auf mehrere Spieler verzichten und sogar den Stammtorwart durch einen Feldspieler ersetzen mussten. Und dann holten die Spieler des VfB Peine in Lüchow völlig unerwartet zum ganz großen Coup aus und gewannen die 7. Krombacher Ü 60-Niedersachsenmeisterschaft. Im Endspiel bezwang das Team um Kapitän Willi Feer die SG Blau-Weiß Papenburg mit 2:0. Platz 3 sicherte sich Hannover 96 mit einem 4:3-Erfolg im Neunmeterschießen gegen die TSG Mörse. 

Für viele waren die 96er mit den Ex-Profis Frank Hartmann, Roman Wojcicki und Jürgen Stoffregen sowie die Mörser mit Ex-Profi „Siggi“ Reich als Favoriten in das vom SC Lüchow glänzend organisierte Turnier gegangen. Sie bestätigten diese Rolle zunächst auch und beendeten ihre Gruppenspiele jeweils mit drei Siegen und ohne Gegentreffer. Und dann kam nach weiteren Erfolgen im Achtel- und Viertelfinale für beide Teams im Halbfinale das überraschende Aus. Mörse unterlag dem VfB Peine nach Neunmeterschießen und auch96 musste sich der SG Blau-Weiß Papenburg knapp geschlagen geben. 

Im Finale gingen die zunächst deutlich überlegenen Peiner gegen abwartende Papenburger in der 7. Spielminute durch einen Flachschuss aus 12 Metern von Hans-Heinrich Pahl verdient in Führung. Als das Spiel dann zunehmend in die Peiner Hälfte verlagert wurde, konterte der VfB mit einem dreifachen Doppelpass zwischen Willi Feer und Uwe Winkler den 2:0-Endstand heraus. Unter großem Beifall konnte Willi Feer schließlich den Siegerpokal entgegennehmen. 

Mit Heinz-Bernhard Arling (SG BW Papenburg), Jürgen Stoffregen (Hannover 96) und Thomas Tuster (TSG Mörse) mussten sich gleich drei Spieler die Torjägerkrone teilen. Zum besten Torwart des Turniers wählten die Trainer der 24 am Turnier beteiligten Mannschaften Christian Giesecke (Hannover 96) und fairste Mannschaft wurde TuS Ricklingen. Erfreulich: Fairplay wurde in Lüchow großgeschrieben. Die Schiedsrichter mussten lediglich sieben gelbe Karten zücken und drei Zwei-Minuten-Strafen verhängen. 

Und das Turnier in Lüchow erlebte eine bemerkenswerte Premiere: Erstmals in der Geschichte der Ü 60-Niedersachsenmeisterschaft kamen auch zwei Frauen zum Einsatz. Michael Koch, Verantwortlicher der mit zwei Teams angetretenen SG Stade, setzte auf Jessica Tolkemit (TSV Eintracht Immenbeck), die mit Team I bis ins Viertelfinale einzog, und auf Katrin Fritz (VSV Hedendorf-Neukloster), für die mit Team II bereits nach der Vorrunde Endstation war. 

Eine besondere Ehrung durch den ehemaligen NFV-Altherrenspielleiter Friedel Gehrke erfuhr der 96er Frank Hartmann. Er wurde als erfolgreichster Ü-Fußballer sämtlicher Niedersachsenmeisterschaften ausgezeichnet, „sammelte“ in seiner Ü-Karriere insgesamt 20 Titel. 

Achtelfinale

SG Stade I – TV Dinklage 2:1, VfB Peine – TuS Ricklingen 4:1 n.N., TSG Mörse – SG Plaggenburg-Großefehn-Wallinghausen 2:0, SG Barbecke/Fortuna Lebenstedt – FC Sulingen 4:3 n.N., Hannover 96 – SG MTVE Celle/Groß Hehlen 4:0, TuS Engter – VfL Stenum 1:0, SG BW Papenburg – SG FC Wenden/Olympia Braunschweig 1:0, VfL Löningen – SG Zernien/Breselenz/Dannenberg 3:4 n.N. 

Viertelfinale

SG Stade I – VfB Peine 0:2, TSG Mörse – SG Barbecke/Fortuna Lebenstedt 1:0, Hannover 96 – TuS Engter 2:1, SG Blau-Weiß Papenburg – SG Zernien/Breselenz/Dannenberg 1:0 

Halbfinale

VfB Peine – TSG Mörse 4:3 n.N., Hannover 96 – SG BW Papenburg 1:2 

Neunmeterschießen um Rang 3

TSG Mörse – Hannover 96 3:4 

Finale

VfB Peine – SG Blau-Weiß Papenburg 2:0 

Das Siegerteam vom VfB Peine: Uwe Erhard Präkels, Hans Peter Rüster, Hans-Heinrich Pahl, Uwe Riedke, Peter Placinta, Karsten Stallmann, Dieter Schelenz, Heinrich Sczurek, Willi Feer, Stojan Ulemek, Uwe Winkler, Dieter Schulz, Rolf Werner 

Die Ehrentafel der Sieger

2014: SG Papenburg

2015: TuS Frisia Goldenstedt

2016: SG Lilienthal-Falkenberg

2017: TuS Engter

2018: SG Groß Hehlen/Eintracht Celle

2019: SG Stade

2020: nicht ausgespielt

2021: nicht ausgespielt

2022: VfB Peine

 

 

Autor / Quelle: hj/bo
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