Ralph-Uwe Schaffert.

Die niedersächsischen Vertreter beim DFB-Bundestag mit dem ehemaligen Vizepräsidenten Günter Distelrath (vorn rechts) und dem neuen Vizepräsidenten Ralph-Uwe Schaffert (links).

Ralph-Uwe Schaffert ist neuer Vizepräsident des DFB

11.03.2022

Bernd Neuendorf hat die Kandidatur für das Präsidentenamt des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen Mitbewerber Peter Peters für sich entschieden. Die Delegierten des 44. Ordentlichen DFB-Bundestages wählten den 60-jährigen Bonner heute im World Conference Center in Bonn mit deutlicher Mehrheit in sein neues Amt. Neuendorf ist der 14. Präsident in der 122-jährigen Geschichte des DFB und tritt die Nachfolge von Fritz Keller an, der am 17. Mai 2021 als Präsident zurückgetreten war. Seitdem hatten Peter Peters bzw. ab dem 11. Februar Hans-Joachim Watzke und Dr. Rainer Koch den Verband interimsmäßig geführt. 

Ralph-Uwe Schaffert, Vorsitzender des Norddeutschen Fußball-Verbandes und kooptiertes Präsidiumsmitglied im Niedersächsischen Fußballverband, ist neues Mitglied im Präsidium des größten Sportfachverbandes der Welt. Der 65-jährige Hildesheimer wird als Vizepräsident für Gesellschaftliche Verantwortung und Recht nicht nur für die drei Stiftungen des DFB zuständig sein, sondern ist künftig auch für Satzung und Ordnungen des DFB federführend verantwortlich. „Ich freue mich über das mir entgegengebrachte Vertrauen und werde alles mir Mögliche daransetzen, den neuen Präsidenten bei der dringend erforderlichen Neuausrichtung des DFB zu unterstützen“, so Schaffert. „Bei der Erfüllung der mir übertragenen anspruchsvollen Aufgaben kommt mir meine juristische Berufserfahrung sicherlich zugute." Schaffert war zuletzt, bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer vergangenen Jahres, Vorsitzender Richter am Oberlandesgericht Celle. 

Nicht mehr im DFB-Präsidium vertreten ist Günter Distelrath. Der 72-jährige NFV-Präsident schied aus Altersgründen aus dem Gremium aus. Der Salzgitteraner war vom 27. September 2019 bis heute DFB-Vizepräsident für Qualifizierung und Integration und u.a. für den Bereich Anti-Diskriminierung zuständig. Außerdem gehört Distelrath seit dem 8. Dezember 2017 dem DFB-Vorstand an und wird sein DFB-Vorstandsamt qua Amt im NFV auch weiterhin ausführen. 

Auch weitere Niedersachsen sind in den Ausschüssen und Gremien des DFB vertreten. So ist der Hannoveraner Thorsten Schuschel neues Mitglied des Spielausschusses, aus dem der Melbecker Jürgen Stebani aus Altersgründen ausschied. Bernd-Peter Knafla (Celle) als Vorsitzender des Obersten Verbandssportgerichtes des NFV gehört künftig dem DFB-Kontrollausschuss an und Karen Rotter (Springe), Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses im NFV, bleibt Mitglied im DFB-Ausschuss für Frauen- und Mädchenfußball, dem sie bereits seit 2007 angehört. 

Michael Weiner (Giesen) wird weiterhin Mitglied im DFB-Schiedsrichterausschuss sein, wie Florian Meyer (Burgdorf) auch künftig den Schiedsrichter-Elitebereich vertreten wird. Der Wolfsburger Tobias Trittel ist einer von drei Vertretern der Vereine und Kapitalgesellschaften der Frauen-Bundesliga im Ausschuss der Frauen-Bundesligen. Jörg Firus (Oetzen), Vorsitzender des NFV-Verbandssportgerichtes, ist Beisitzer für die 3. Liga und der Meppener Ronald Maul (Meppen) gehört dem Ausschuss 3. Liga als Vertreter der Vereine und Kapitalgesellschaften der 3. Liga an. Oliver Krackhardt (Buxtehude), Beisitzer des Obersten Verbandssportgerichtes im NFV, ist künftig Ethik-Beisitzer im DFB-Sportgericht. 

Der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, Michael Meeske, ist Vertreter in der Deutschen Fußball Liga im DFB-Vorstand, während sein VfL-Geschäftsführerkollege Dr. Tim Schumacher Beisitzer im DFB-Bundesgericht ist. 

Die NFV-Delegation in Bonn: Stefan Voth, Auwi Winsmann, Christian Röhling, Dieter Ohls, Bernd Domurat, Frank Schmidt, Karen Rotter, Heinz Walter Lampe, Dieter Neubauer, Jan Baßler, Steffen Heyerhorst und Bernd Dierßen. 

Ralph-Uwe Schaffert war als Präsident des Norddeutschen Fußball-Verbandes als Delegierter vor Ort, Günter Distelrath in seiner Funktion als DFB-Vizepräsident und Jürgen Stebani als Mitglied des DFB-Spielausschusses.

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