Jungwölfe gewinnen Avacon-Cup

Der VfL Wolfsburg hat sich zum vierten Mal den Sieg beim Avacon-Cup der U 13-Junioren gesichert und damit zugleich die Siegesserie von Hannover 96 beendet.

Das Leistungszentrum des VfL Wolfsburg ist neuer niedersächsischer Meister der U 13-Junioren (Jahrgang 2013). In der gestern und heute ausgespielten Endrunde setzten sich die jungen Wölfe unter acht Teams durch und sicherten sich so zum vierten Mal nach 2008, 2018 und 2022 den Avacon-Cup. Zugleich beendeten sie die Siegesserie von Hannover 96, das die drei vergangenen Auflagen für sich entschieden hatte.

„Was uns Trainer besonders stolz macht, ist die Entwicklung der Jungs. Sie sind jetzt zwei Jahre beim VfL. Wir haben letztes Jahr das Ding gewonnen (U 12 Avacon Futsal-Cup; d. Red.) und jetzt schon wieder. Ich bin sehr zufrieden, wie die Jungs es umgesetzt haben. Sie haben einen schönen Fußball gespielt und waren in den meisten Spielen auch klar dominant“, kommentierte Cheftrainer Marius Feder den Erfolg.

In einem der spannendsten Finalturniere der letzten Jahre schloss der VfL den gestrigen Auftaktnachmittag als einziges Team mit der maximalen Ausbeute von vier Siegen in vier Spielen und damit zwölf Punkten ab. Dahinter folgte mit zehn Zählern der SV Meppen, der in der zweiten von insgesamt sieben Spielrunden den Titelverteidiger Hannover 96 nach Rückstand mit 2:1 bezwungen hatte. Joris von Hebel und Til Spölming drehten das Spiel, nachdem zunächst Despot Kacarevic für 96 getroffen hatte. Mit neun Punkten beendete Hannover den ersten Turniertag auf Platz drei vor dem Schaumburger Stützpunkt Lüdersfeld (7 Punkte), dem Bentheimer Stützpunkt Nordhorn (6), dem VfL Osnabrück (3) sowie den Teams Jade-Weser-Hunte-Süd (Stützpunkt Oldenburg) und Vechta (Stützpunkt Damme), die beide ohne Punktgewinn blieben.

Avacon-Cup der U 13-Junioren.
Avacon-Cup der U 13-Junioren.
Avacon-Cup der U 13-Junioren.
Avacon-Cup der U 13-Junioren.
Avacon-Cup der U 13-Junioren.
Avacon-Cup der U 13-Junioren.
Avacon-Cup der U 13-Junioren.

Der heutige Finaltag wartete gleich mit einem Kracher auf. Der VfL Wolfsburg und der SV Meppen trafen aufeinander. Felix Schmidt brachte die Wölfe in Front, ehe aber Meppen das Kommando übernahm. Zunächst verhinderte je einmal der Pfosten und einmal die Latte den Meppener Ausgleichstreffer, bis schließlich Joris von Hebel Blau-Weiß jubeln ließ. Und es sollte noch besser kommen: Janic Lawrinenko netzte zum 2:1 ein und schoss die Emsländer damit für den Moment an die Tabellenspitze. Wolfsburg war jetzt gefordert, erspielte sich auch eine Reihe von Chancen, doch lange Zeit war Meppens Keeper Ammo Wenker nicht zu überwinden. Bis zur wirklich allerletzten Aktion, die Felix Schmidt aus kurzer Distanz zum Ausgleich nutzte.

Dass die Nummer 8 der Wolfsburger traf, war alles andere als Zufall. Schmidt überragte nicht nur in seinem Team, sondern gehörte in seiner Rolle als Regisseur des VfL-Spiels zu den herausragenden Spielern dieses Endrundenturniers. Kein Zweifel: Er dürfte mit Sicherheit zu jenen 80 Spielern gehören, die in den Sommerferien von Verbandssportlehrer Jan Klauke zu zwei Sichtungslehrgängen nach Barsinghausen eingeladen werden.

Zurück zum Turnier: Durch das Wolfsburger Remis war auch Hannover 96 wieder im Rennen, denn der Spielplan sah vor, dass sich beide Leistungszentren in der siebten und letzten Spielrunde im direkten Duell gegenüberstehen. Zuvor mussten in der sechsten Runde noch die Hausaufgaben erledigt werden. Während Wolfsburg seine Aufgabe problemlos erledigte (4:1 über den Stützpunkt Oldenburg), tat sich 96 gegen den VfL Osnabrück ungemein schwer. Lange Zeit deutete vieles auf das zweite 0:0 im Turnier hin (am ersten Tag hatten sich bereits Meppen und der Stützpunkt Lüdersfeld torlos getrennt), doch kurz vor Schluss erlöste Imran Tcha-Gnaou Mannschaft und Trainerteam.

Die Ausgangslage vor der letzten Runde war damit klar: Der Sieger des Duells Wolfsburg gegen Hannover 96 gewinnt auch das Turnier. Bei einem Unentschieden jedoch könnte Meppen noch am VfL vorbeiziehen – vorausgesetzt die Emsländer gewinnen mit drei Toren Vorsprung gegen Nordhorn.

Für Wolfsburg lief zunächst alles bestens. Holy Emanuel Nguezong Wonanke traf früh zur Führung, der 96 anschließend lange Zeit hinterherlief. Doch in der Endphase des Spiels, dass wie alle anderen Partien über die Distanz von 1 x 20 Minuten ging, kam 96 zusehend besser ins Spiel und schließlich durch Imran Tcha-Gnaou zum verdienten Ausgleich. Ein Treffer fehlte Hannover jetzt noch zum vier Avacon-Cupsieg in Folge. Und um ein Haar hätte Despot Kacarevic diesen auch eingetütet, doch die Nummer 11 der Roten scheiterte eine Minute vor dem Abpfiff am Pfosten – Glück gehabt, VfL!

Letztendlich blieb es beim 1:1, so dass für Wolfsburg nun alles vom parallel ausgetragenen Meppener Spiel abhing. Dieses endete ein bisschen später, zur großen Freude des VfL aber durch einen Treffer kurz vor Schluss 1:0 für Nordhorn. Damit war der Turniersieg für Wolfsburg perfekt.

Avacon-Repräsentant Frank Glaubitz überreichte zusammen mit Daniel Wächtler, dem Vorsitzenden des NFV-Qualifizierungsausschusses, und Turnierchefin Lilli Strauchmann die Medaillen an die Spieler aller acht Endrundenteams. Seit dem 8. April hatten insgesamt 34 NFV-Stützpunkt- und fünf NLZ-Teams in fünf Vorrundengruppen um die acht Finalplätze (fünf Erst- und die drei besten Zweitplatzierten) gekämpft. Diese wurden an die fünf Gruppensieger sowie den drei besten Zweitplatzierten vergeben.

Die Ergebnisse der Endrunde in der Übersicht:

Auftaktabend (27. April)

  • Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) – SV Meppen 0:2
  • Nordhorn (Bentheim) – VfL Osnabrück 3:2
  • Hannover 96 – Damme (Vechta) 2:1
  • Lüdersfeld (Schaumburg) – VfL Wolfsburg 0:2
  • VfL Wolfsburg – VfL Osnabrück 3:1
  • Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) – Nordhorn (Bentheim) 1:2
  • Damme (Vechta) – Lüdersfeld (Schaumburg) 0:3
  • SV Meppen – Hannover 96 2:1
  • Nordhorn (Bentheim) – VfL Wolfsburg 0:3
  • Hannover 96 – Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) 4:3
  • Lüdersfeld (Schaumburg) – SV Meppen 0:0
  • VfL Osnabrück – Damme (Vechta) 4:1
  • Hannover 96 – Nordhorn (Bentheim) 5:2
  • Damme (Vechta) – VfL Wolfsburg 2:4
  • Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) – Lüdersfeld (Schaumburg) 1:2
  • SV Meppen – VfL Osnabrück 3:0
     

Finaltag (28. April)

  • Nordhorn (Bentheim) – Damme (Vechta) 1:2
  • Lüdersfeld (Schaumburg) – Hannover 96 0:3
  • VfL Osnabrück – Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) 3:1
  • VfL Wolfsburg – SV Meppen 2:2
  • Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) – VfL Wolfsburg 1:4
  • Lüdersfeld (Schaumburg) – Nordhorn (Bentheim) 2:4
  • SV Meppen – Damme (Vechta) 5:1
  • Hannover 96 – VfL Osnabrück 1:0
  • VfL Osnabrück – Lüdersfeld (Schaumburg) 1:2
  • SV Meppen – Nordhorn (Bentheim) 0:1
  • Damme (Vechta) – Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) 2:1
  • VfL Wolfsburg – Hannover 96 1:1

Abschlusstabelle Endrunde

Platz Mannschaft Spiele G U V Tore Diff. Punkte
1. VfL Wolfsburg 7 5 2 0 19:7 12 17
2. Hannover 96 7 5 1 1 17:9 8 16
3. SV Meppen 7 4 2 1 14:5 9 14
4. Nordhorn (Bentheim) 7 4 0 3 13:15 -2 12
5. Lüdersfeld (Schaumburg) 7 3 1 3 9:11 -2 10
6. VfL Osnabrück 7 2 0 5 11:14 -3 6
7. Damme (Vechta) 7 2 0 5 9:20 -11 6
8. Oldenburg (Jade-Weser-Hunte-Süd) 7 0 0 7 8:19 -11 0
Am Ende durfte der VfL Wolfsburg nach einem spannenden Titelrennen über den Turniersieg jubeln.

Niedersächsischer Meister U 13-JuniorenVfL Wolfsburg.Aufgebot: Mick Brandes, Nils Fehling, Jano Grömke, Leonit Jashari, Kuzey Kaya, Holy Emanuel Nguezong Wonanke, Julius Quintus, Finn Ritter, Felix Schmidt, Erik Steierberg. Trainer: Marius Feder, Babis Cirousse. 

Vizemeister Hannover 96. Aufgebot: Jonathan Alfonso Prats,Toni Ilsinger,Despot Kacarevic,Can Kenzo, Mattes Köppe, Remo Künzel, Elyas Özdemir, Louis Rapp, Jasper Rothmann, Leon Ryszkiewicz, Noah Stockburger, Imran Tcha-Gnaou. Trainer: Joshua Pohl, Mattis Probst (Assistent), Michele Meyer.

Platz 3 SV Meppen. Aufgebot: Lias Egbers, Neil Freier, Joris von Hebel, Mats Kuper, Lenn Linke, Janic Lawrinenko,Heinrich Prins, Emra Ramovic, Fiete Rüschen, Jonathan Schiller, Til Spölming, Ammo Wenker. Trainer: Ingo Schröder, Co-Trainer: Ingo Spölming.

Platz 4 Stützpunkt Nordhorn (Bentheim). Aufgebot: Johan Knüver, Mika Löchtenbörger, Mats Rademaker, Tarje Jordi Schwering, Ole Seefeld, Hannes Riedel, Ben Saifert, Lasse Wiese (alle Vorwärts Nordhorn), Jakob Lamberink, Jordi Schmees (beide Twente Heracles), Mattis Hölmann (ASC GW 49 Wielen), Lukas Wanink (Weiße Elf Nordhorn). Trainer: Martin Hermeling.

Platz 5 Stützpunkt Lüdersfeld (Schaumburg). Aufgebot: Elyas Alinak,Petter Bilges, Philipp Epp,Leander Franke, Emil Nerge (alle VfR Evesen), Benjamin Breselge, Phil Reinart, Henri Ben Schneider (alle JFV Nenndorf), Youssef Dosso, Oscar Letoy (beide SW Enzen), Jarne Winzker (SV Rödinghausen), Max Wolter (JFV Calenberger Land).  Trainer: Steffen Mitschker, Lennart Meyer, Nico Felix.

Platz 6Leistungszentrum VfL Osnabrück. Aufgebot: Aziz Badjie, Moritz Büser, Vincent Horzombeck, Leon Klim, Elias Krone, Luis Martel, Matteo Nolte, Emil Papenbrock, Jost Westmeier. Trainer: Miguel Föhrder, Co-Trainer: Jost Feldhaus, Niklas Tallen.

Platz 7 Stützpunkt Damme (Vechta).Aufgebot: Tom Rottinghaus, Mohammad Noush (beide BW Lohne), David Dimaku, Finn Grüter (beide SFN Vechta), Mats Brune, Henri Brune (beide BS Vörden), Henri Burke (SV Holdorf), Tino von Buchholz (RW Visbek), Moritz Fleerkortte (GW Mühlen), Xhenedi Zhuniqi (VfL Oythe). Trainer: Klaus Themann, Johannes Rechtien.

Platz 8 Stützpunkt Oldenburg (Team Jade-Weser-Hunte-Süd). Aufgebot: Jonne Kleinschmidt, Neo-Elias Semmling, Mael Tongambou Heidemann, Jakob Voss (alle VfB Oldenburg), Jonah Büßelmann, Del Piero Koto, Mattis Klement (alle SV Brake), Lio Janßen (TSV Abbehausen), Philipp Protsenko (FC Rastede), Jasper Suhr (TuS Eversten), Lewin Welter (SV Achternmeer).


Autor: maf | Fotos: sk