Julius Hirsch Preis 2026: Jetzt bewerben

Engagement für Vielfalt und Menschenrechte sowie gegen Diskriminierung und Antisemitismus verdient eine Bühne. Bis zum 30. Juni läuft die Bewerbungsfrist für den Julius Hirsch Preis des DFB.

Egal ob Verein, Institution, Initiative oder Einzelperson. Egal ob auf oder neben dem Fußballplatz. Wenn ihr die positive Kraft des Fußballs für Vielfalt und Respekt nutzt, dann reicht jetzt eure Bewerbung und Vorschläge über dieses Online-Formular ein. Berücksichtigt werden Aktivitäten, die zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 30. Juni 2026 stattgefunden oder begonnen haben oder ein kontinuierliches Engagement über viele Jahre.

Bewerben könnt ihr euch direkt online. Weitere Informationen und die Spielregeln gibt’s hier. Die drei Preistragenden des mit 21.000 Euro dotierten Preises werden am 23. November 2026 in Essen bei einer feierlichen, von der DFB-Kulturstiftung organisierten Gala mit prominenten Persönlichkeiten ausgezeichnet. Damit verbunden: ein dreitägiges Rahmenprogramm und bundesweite Aufmerksamkeit. Alle Bewerber*innen erhalten attraktive Sachpreise.

Das ist der Julius Hirsch Preis

Seit 2005 würdigt der DFB mit dem Julius Hirsch Preis Menschen und Projekte, die sich für Vielfalt, Menschenwürde und ein respektvolles Miteinander sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen. Als Zeichen des "Nie Wieder!" stellt sich der DFB damit seiner Verantwortung, die vor dem Hintergrund der Verbandsge -schichte zwischen 1933 bis 1945 erwächst. Nicht nur deshalb, sondern auch wegen der großen inhaltlichen Aktualität hat der Julius Hirsch Preis eine besondere Bedeutung und ist für DFB-Präsident Bernd Neuendorf "der wichtigste Preis, den der DFB zu vergeben hat".

Julius "Juller" Hirsch, zweimaliger deutscher Meister und Olympiateilnehmer, war vor dem Ersten Weltkrieg einer der populärsten deutschen Fußballspieler. Als erstem Nationalspieler gelangen ihm vier Tore in einem Länderspiel. Aufgrund seiner jüdischen Herkunft wurde Julius Hirsch 1943 von den Nazis deportiert und in Auschwitz ermordet. Der Preis erinnert stellvertretend an alle insbesondere die jüdischen - Opfer des nationalsozialistischen Unrechtsstaates.

Text: Julian Glaw/DFB-Kulturstiftung, Foto: Getty Images