Special Olympics

Turnier der Superlative

Special Olympics wecken neue Erkenntnisse

 

Vom 6. bis 10. Juni 2016 fanden in Hannover die „Special Olympics“ statt. Die „Special Olympics“ ist die weltweit größte Sportbewegung für Menschen mit geistiger Behinderung und Mehrfachbehinderung. Insgesamt 4.800 Athleten und nochmal so viele Trainer, Betreuer und Angehörige waren zu Besuch in Niedersachsens Landeshauptstadt und machten die Woche zu einer bunten Veranstaltung, die ein wenig an die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 erinnerte.

Unter den 20 unterschiedlichen Disziplinen, war natürlich auch der Fußball als Teilnehmerstärkste Disziplin (1100 Teilnehmer) vertreten. Der NFV Kreis Hannover wurde verbandsseitig mit der Stellung von Schiedsrichtern beauftragt. An vier Turniertagen wurde auf 17 Spielfeldern ganztägig gespielt. Eine Mammutaufgabe, die der örtliche SR-Ausschuss aber nahezu problemlos erfüllen konnte. Insgesamt 48 Schiedsrichter aus Hannover (und vier aus dem Umland) meldeten sich zum Einsatz und standen fast jeden der Turniertage zur Verfügung, darunter viele Abiturienten, aber auch Studenten, Rentner und normal Berufstätige, letztere für dieses Ereignis sogar Urlaub einreichten.

Jedem werden die Erlebnisse dieser Tage noch lange in Erinnerung bleiben. Die Fußballplätze rund um den Sportpark an der HDI-Arena waren gut besucht und schnell war auch jedem der Schiedsrichter klar, „hier will jeder nur Fußball spielen“. Alle Spiele gingen fair über die Bühne, so dass nur sehr selten eingegriffen werden musste. So übten die Unparteiischen nicht nur ihr Amt aus, sondern waren sinnbildlich schon richtige Spielbegleiter, so dass alle Beteiligten die positive Atmosphäre und den respektvollen Umgang auf und auch neben dem Platz nicht übersehen konnten.

Denn auch außerhalb der Spiele scheuten die Akteure den Kontakt zu den Schiedsrichtern nicht. So standen die Unparteiischen nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern führten lange Dialoge und erlebten dabei eine Begeisterung der Teilnehmer, wie es bei gesunden Menschen leider seltener der Fall ist. Was die Schiedsrichter dabei besonders in den Gesprächen und im Spiel verzückte war die besondere Herzlichkeit und Freude der Akteure, die sich mit völliger Hingabe und doch absoluter Fairness ihrem Sport hingaben ohne dabei mit ihrem Schicksal zu hadern. „Erst beim Kontakt mit diesen Personen merkt man, wie schön es ist gesund zu sein und wie gering Ansprüche sein können, wenn man mit einer Kleinigkeit für so eine große Freude sorgt“ resümierte einer der Unparteiischen. Dies erfüllte insbesondere die jüngeren Schiedsrichter mit Stolz und Freude, sodass jeder aus diesen Tagen neue Erkenntnisse mitnehmen konnte.

Ein großer Dank somit nochmal an all unsere Schiedsrichter, die Vertreter des Niedersächsischen FV waren, und die Werte an den Tag legten, die die Gemeinschaft und den Sport so stark macht. So lässt sich abschließend das Fazit ziehen: „Der Gedanke der Inklusion wurde hier nicht nur hervorragend umgesetzt, sondern von allen Beteiligten gelebt!“ Wir sind stolz auf Euch. DANKE dafür!

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