NFV-Schiedsrichter stellen sich dem Leistungstest

Das schafft man nur mit wöchentlichem Training

Barsinghausen. Zu ihrem wichtigsten Jahres-Lehrgang kamen Niedersachsens Top-Schiedsrichter in Barsinghausen zusammen. An zwei Tagen stellten sich die Unparteiischen der konditionellen sowie der theoretischen Leistungsüberprüfung. Zu absolvieren waren der so genannte „Helsen-Test“ sowie 15 praxisnahe Regelfragen.

Der Vorsitzende des Verbandsschiedsrichter-Ausschusses, Bernd Domurat (Wilhelmshaven), ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden: „Unsere Unparteiischen sind konditionell und regeltechnisch fit für Niedersachsens höchste Spielklasse. Dies erreicht man nur durch wöchentliches und regelmäßiges Training, was wir mit dem Helsen-Test überprüfen. Ich bin überzeugt, dass unsere Schiedsrichter gut vorbereitet in die neue Oberliga-Saison gehen".

Kurz zum Helsen-Test: Er ist ein praxisnahes Verfahren, um die körperliche Fitness von Fußball-Schiedsrichtern zu überprüfen. Entwickelt hat ihn der belgische Professor und Sportwissenschaftler Werner Helsen, der bei der UEFA bei der Schiedsrichterausbildung mitwirkt.

Werner Helsens Test kontrolliert die Schnelligkeit sowie die Fähigkeit, anspruchsvolle Laufstrecken in wechselnden Tempi zu absolvieren – und dies sind zwei Hauptvoraussetzungen körperlicher Leistungsfähigkeit für Unparteiische in den hohen Spielklassen. Insofern besteht diese Leistungsprüfung aus einem Sprint- sowie einem Intervall-Test, die nacheinander abgelegt und bei denen bestimmte Zeiten eingehalten werden müssen.

Der Vorteil gegenüber früheren, einseitigen Konditionstests, beispielsweise dem alten 1500-Meter-Lauf oder dem Cooper-Test (unter anderem 12-Minuten-Lauf) liegt in der Tatsache, dass der Helsentest den Anforderungen eines realen Fußballspiels viel näher kommt: Eine Spielleitung besteht aus vielen kurzen, schnellen Sprints, aus Gehpausen und aus längeren Strecken in schnellem Tempo.

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