Französische Schiedsrichter zu Gast beim NFV

Zum ersten Mal hatte der NFV-Schiedsrichter-Ausschuss Mitte Oktober Besuch vom französischen Partnerverband aus der Basse-Normandie.

Guy Dancel aus der Geschäftsstelle des Verbandes und Serge Duval, Schiedsrichterobmann der Basse-Normandie, die beide im Mai die jungen Schiedsrichter des NFV in Caen betreut hatten, waren mit drei Unparteiischen von Paris nach Hannover geflogen.

Am Airport in Langenhagen wurden sie vom Vorsitzenden des Verbands-Schiedsrichter-Ausschusses (VSA) Bernd Domurat herzlich begrüßt, bevor es im Sporthotel Fuchsbachtal einen kleinen Empfang gab.

  Jens Goldmann, im VSA für die internationalen Austauschprogramme   
  zuständig, hatte ein umfangreiches Programm für die Gäste ausgearbeitet.  
  Die erste Spielleitung stand gleich am nächsten Vormittag in Wolfsburg auf
  dem Programm. Zum A-Junioren-Landesligaspiel Reislingen/Neuhaus –
  Vorsfelde trafen die französischen Unparteiischen Alexis Cuirot und Malo
  Andeole auf Matteo Pilotta aus dem Talentkader des VSA. Als Schiedsrichter-
  Assistent war er für die Abwicklung des Spielberichts und als
  Ansprechpartner eingesetzt. Die Kommunikation zwischen dem Schiedsrichter
  und den Spielern klappte indes ohne Probleme, denn Alexis Cuirot ist in seiner
  Heimat Deutschlehrer.

 

  Beim A-Junioren-Landesligaspiel Reislingen/Neuhaus – Vorsfelde trafen die
  französischen Unparteiischen Alexis Cuirot und Malo Andeole auf Matteo
  Pilotta aus dem Talentkader des VSA.

 

 

 

 

 

 

  Damit sich auch die Funktionäre verständigen konnten,
  unterstützte der früherer Drittliga-Assistent Stephan
  Müller (rechts im Bild) den Austausch. Er unterrichtet
  Französisch   am Gymnasium in Sarstedt und war erst
  zwei Tage zuvor von einem Schüleraustausch in
  Frankreich zurückgekommen.   
  Nach einem spannenden und für das SR-Team poblemlo-
  sen Unentschieden stand am Nachmittag Profifußball auf
  dem Programm.

 

 

  Immerhin 6 Tore gab es beim 4:2 des
  VFL Wolfsburg gegen die TSG
  Hoffenheim zu sehen.

 

 

 

 

 

Das Regenwetter dieses Wochenendes machte dann einige Programmänderungen am Sonntag erforderlich. Die für die Gäste vorgesehenen Spiele fielen wegen Unbespielbarkeit der Plätze aus.

 

  So feierte Yannick Lerouxel seine Deutschland-Premiere
  als Schiedsrichter bei der Oberligapartie Wunstorf –
  Osnabrück II anstatt in Bückeburg. Unterstützt wurde er
  von Arber Pllana und Christian Bunse aus dem
  NFV-Talentkader.                                                     
  »Messieurs, ohne Hände bitte«, war immer wieder vor
  der Ausführung von Freistößen und Eckstößen zu hören
  – auch Lerouxel ist Deutschlehrer mit einer besonderen
  Vorliebe für deutsche Sprichworte. Dass die Spieler in
  Deutschland oft nur »Schiri« rufen, kommt in Frankreich
  schon fast einer Beleidigung gleich. »Auch wenn sich mal
  jemand aufregt, so sagt er doch respektvoll ´Monsieur l´arbitre`     also ´Herr Schiedsrichter´«, erklärte Lerouxel den Gastgebern.

Zur gleichen Zeit stand mit dem erst 20-jährigen Malo Andeole der jüngste Gast in Bemerode bei der Bezirksligapartie des TSV gegen Lehrte auf dem Platz. Obwohl er sich im Gegensatz zu seinen beiden Kollegen nur in Englisch verständigen konnte, fand seine Spielleitung allseits Anerkennung. Für ihn wickelte Schiedsrichterassistent Jan Tschirschwitz die Formalitäten ab.

Am letzten Tag ihrer Reise hatten die Gäste noch die Gelegenheit die Einrichtungen des NFV zu besichtigen. Sportschule, Sparkassen-Fußballschule, August-Wenzel-Stadion und das Fitnessstudio B 54 versetzten sie in Erstaunen. Beim NFV mit seinen rund 11.000 Schiedsrichtern ist alles etwas größer als in der Basse-Normandie mit nur 500 Spielleitern.

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