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Die siebziger Jahre (Anfangsjahre) in Niedersachsen

... so sahen die früheren Frauenfußballpässe aus... ... mit Untersuchungsvermerk vom Arzt...

1971

wurden in den damaligen neun NFV-Bezirken folgende Zahlen registriert:

  • 146 Frauenmannschaften und 52 Mädchenmannschaften =13220 Mitglieder/Frauen
  • und 6759 Mitglieder/Mädchen

1972 und 1973

Sparta Göttingen ging 1973 als erster Niedersächsischer Frauenmeister in die Geschichte ein.

1974

Im WM-Jahr startete die erste offizielle Deutsche Meisterschaft für Frauen. Diese wurde von 1974 bis 1990 in einer Endrunde ausgespielt, zu der die Meister der damals 16 DFB-Landesverbände antraten. Gespielt wurde zunächst in einer Vorrunde mit vier Vierergruppen, deren Sieger das Halbfinale erreichten. Der niedersächsische Meister/Teilnehmer im Anfangsjahr war Sparta Göttingen – leider war für die NFV-Frauen nach den Gruppenspielen Schluss.

1975/76

-auf Verbandsebene gab es eine Premiere – die Frauen-Verbandsliga startete erstmalig mit zwei Staffeln: Frauenverbandsliga Ost und Frauenverbandsliga West. Meister in der Staffel Ost wurde Sparta Göttingen, während Jahn Delmenhorst in der Staffel West den ersten Tabellenplatz für sich behaupten konnte.

Die beiden Staffelersten spielten am Ende der Saison den Niedersachsen-Meister der Frauen aus (Sparta Göttingen), der auch an der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft teilnahm. Ferner ermittelten in dieser Saison auch die niedersächsischen Fußballmädchen erstmalig ihren Meister. Der Rotenburger SV bezwang im Finale den SV Hage mit 2:1.

1978

Die Mannschaftszahlen im Frauen- und Mädchenbereich wuchsen in den vergangenen sieben Jahren stetig. Folglich registrierte der NFV im Januar 1978 in den damaligen neun Bezirken folgende Mannschaftszahlen: 251 Frauenmannschaften und 163 Mädchenmannschaften = 16422 Mitglieder/Frauen und 8072 Mitglieder/Mädchen

Juni 1979

Der 23.Juni 1979 ist in die Geschichte des Verbandes eingegangen – es wurde auf einem außerordentlichen Verbandstag der NFV- Frauenausschuss ins Leben gerufen. Dem Satzungsbeschluss, der Mädchen dem Frauenausschuss zuordnete, war der kontinuierliche Anstieg von Frauen- und Mädchenmannschaften zu verdanken.

Der neue Ausschuss sollte durch die Kreis- und Bezirksreferentinnen unterstützt werden, in dem steten Bemühen, die vorhandenen Vorurteile und das (Vereins-) Desinteresse gegen den Frauen- und Mädchenfußball abzubauen und gleichzeitig für den Mädchenfußball verstärkt zu werben. Ferner sollten auch auf Kreis- und Bezirksebene Betreuerinnen- und Übungsleiter-Lehrgänge angeboten werden.

Die Zusammensetzung und Aufgabengebiete des NFV-Ausschusses waren:

Neugegründeter NFV- Frauenausschuss

  • Margarete Bartel, Vorsitzende Pressewesen und Organisation
  • Maria Klewe, stellvertr. Vorsitzende Referentin für Mädchenfußball, Betreuerin d. Mädchenauswahl (Bezirk Braunschweig)
  • Christa Schulz, Staffelleitung VL-Ost Betreuerin Landesauswahl Damen(Bezirk Lüneburg)
  • Ingeborg Wiesner, Staffelleitung VL-West Ausschuss-Protokoll (Bezirk Weser-Ems)
  • Marlis Rohrbach, Mädchenfußball Schulfußball-Ausschuss (Bezirk Hannover)

Auch der Anhang für Damen und Mädchen an die neue Spielordnung gab klare Richtlinien für den Spielbetrieb.

Maria Klewe (l.) und Frauenausschussvorsitzende Margarete Bartel

In der Sportschule in Barsinghausen erhielten die ersten Frauen in Deutschland ihre Trainer-B-Lizenz.

Oktober 1979

Die Premiere ging leider schief – denn die erstmalig im Herbst 1979 aufgestellte NFV Frauen-Auswahlmannschaft verlor ihr erstes Spiel. In Münchberg/Hessen wurde am 13. Oktober ein Vergleichsspiel gegen eine Auswahl des bayrischen LV ausgetragen, das mit einer 0:1-Niederlage endete. Verbandstrainer Horst Stockhausen hatte zuvor in mehreren Sichtungslehrgängen die besten Fußballerinnen aus Niedersachsen getestet.

Beim ersten offiziellen Auftritt waren folgende Spielerinnen dabei: Karin Christians, Petra Runken, Elke Peters, Rita Klose (alle Jahn Delmenhorst), Christel Klinzmann, Petra Damm, Maike Knopf, Eleonore Schrader (alle VfR Eintracht Wolfsburg), Hella Eckhoff, Susanne Bowe, Maria Stukenborg, Hedwig Stukenborg, Hedwig Vaske (alle VfL Wildeshausen), Heike Henke, Astrid Bannier (beide SV Rotenburg). Das Rückspiel gegen die Bayern endete mit einem niedersächsischen 1:0-Erfolg.

Ab der Saison 1979/80 wurde die Frauen-Verbandsliga umbenannt in Frauen-Landesliga (Ost und West)

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