Wer wird "Niedersachsens Fußballer des Jahres 2018"? Vier Kandidaten stehen zur Wahl. Foto: Getty Images

Wer wird "Niedersachsens Fussballer des Jahres"?

12.03.2018

Ob Martina Müller als Weltmeisterin von 2003 und 2007 oder der amtierende Weltmeister Per Mertesacker, ob internationale Top-Stars wie Kevin De Bruyne oder Edin Dzeko: Es sind klangvolle Namen, die die Ehrentafel von „Niedersachsens Fußballer des Jahres“ zieren.

Seit 1991 kürt der Niedersächsische Fußballverband (NFV) nun schon den „Fußballer des Jahres“. War die Wahl zunächst eine Publikumswahl, so sind seit 2007 ausschließlich die Sportjournalisten aus Niedersachsen stimmberechtigt. Veranstaltet wird die Wahl schon traditionell mit Unterstützung der AOK Niedersachsen sowie dem Verein Niedersächsische Sportpresse.

Ab heute und bis Donnerstag, 29. März 2018, haben die Experten (nur Journalisten) die Möglichkeit, sich für einen der vier zur Wahl stehenden Kandidaten zu entscheiden. Gesucht wird der Nachfolger des aktuellen Titelträgers Martin Harnik von Hannover 96. Die Stimmabgabe erfolgt in dieser Saison erstmals online.

 

Die Kandidaten

Waldemar Anton (Hannover 96): Als Stammspieler war er im Vorjahr maßgeblich am Wiederaufstieg der „Roten“ ins Fußball-Oberhaus beteiligt und zählt auch in dieser Saison zu den uneingeschränkten Leistungsträgern der Mannschaft. Mit der deutschen U 21-Nationalmannschaft gewann Anton im Sommer 2017 zudem die Europameisterschaft in Polen. Als Sohn russlanddeutscher Eltern in Usbekistan geboren, kam der heute 21-Jährige 1998 nach Deutschland. Seine Fußball-Karriere begann er 2003 beim Mühlenberger SV, ehe er 2008 in die Jugendabteilung von Hannover 96 wechselte. Nach einigen Regionalliga-Einsätzen gab Anton, der als defensiver Mittelfeldspieler, Innenverteidiger und auch Rechtsverteidiger eingesetzt werden kann, am 27. Februar 2016 beim 2:1-Sieg in Stuttgart sein Bundesliga-Debüt. Inzwischen hat er 32 Spiele in der 1. Bundesliga sowie 31 Partien in der 2. Bundesliga für 96 bestritten und dabei je zwei Tore erzielt.

Koen Casteels (VfL Wolfsburg): Der 25-jährige Belgier ist in dieser Saison als Torwart des VfL Wolfsburg der mit Abstand leistungsstärkste Akteur im Team und hauptverantwortlich dafür, dass die abstiegsbedrohten „Wölfe“ mit 36 Gegentoren derzeit die elftbeste Defensive der Bundesliga stellen. Casteels konnte in den bisherigen 26 Punktspielen zwar nur fünf Mal zu Null spielen, rangiert im Noten-Ranking des Kicker-Sportmagazin in der Torhüterwertung aber auf Rang 2 hinter Péter Gulácsi (RB Leipzig). Casteels spielt seit Januar 2015 für den VfL Wolfsburg. Er war 2011 von KRC Genk zur TSG Hoffenheim gewechselt, ehe Anfang 2015 der Wechsel an die Aller folgte. Von hier wurde er zunächst bis zum Saisonende an Werder Bremen ausgeliehen. Seit der Spielzeit 2016/17 ist Casteels Stammkeeper der „Wölfe“. Insgesamt hat er 104 Bundesligaspiele für den VfL Wolfsburg (59), die TSG Hoffenheim (39) und Werder Bremen (6) bestritten.

Benjamin Girth (SV Meppen): Der gebürtige Magdeburger spielt seit 2016 für den SV Meppen und hatte mit 20 Toren als Torschützenkönig der Regionalliga Nord in der Spielzeit 2016/17 maßgeblichen Anteil daran, dass die Emsländer 2017 überraschend in die 3. Liga aufstiegen. Auch in der laufenden Spielzeit stellt der 26-Jährige seine Treffsicherheit eindrucksvoll unter Beweis. Mit 14 Toren liegt Girth derzeit auf Rang 4 der Torjägerliste. Dass der SV Meppen als Aufsteiger eine beeindruckende Saison spielen kann und sich im gesicherten Mittelfeld jenseits jeglicher Abstiegssorgen befindet, ist auch dem Torjägerinstinkt von Girth geschuldet. Im laufenden Spieljahr kam er in 26 von 27 Punktspielen der Meppener zum Einsatz. Im Aufstiegsjahr bestritt er 28 Einsätze für die Meppener, zu denen er vom KSV Hessen Kassel gewechselt war. Seine weiteren ehemaligen Stationen im Seniorenbereich waren VFC Plauen sowie die zweiten Mannschaften vom 1. FC Magdeburg und RB Leipzig.

Pernille Harder (VfL Wolfsburg): Die 25-jährige Dänin wechselte Ende 2016 vom schwedischen Spitzenklub Linköpings FC zum VfL Wolfsburg. Die Stürmerin wurde schnell zur Leistungsträgerin und gewann mit den „Wölfinnen“ im Vorjahr auf Anhieb das Double aus Meisterschaft und Pokal. In der laufenden Saison hat die 25-Jährige in der Allianz Frauen-Bundesliga bisher 13 Treffer erzielt und führt damit die Liste der Torjägerinnen mit großem Vorsprung vor Lina Magull (SC Freiburg) an, die sieben Mal erfolgreich war. Mit der dänischen Nationalmannschaft wurde Harder 2017 Vize-Europameisterin. Insgesamt bestritt sie für Dänemark bereits 98 Länderspiele und erzielte 51 Tore. In ihrem Heimatland wurde Harder 2017 zudem schon zum vierten Mal zur Fußballerin des Jahres gewählt.

 

Stimmen

Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes: „Zur Wahl stehen Fußballerin und drei Fußballer, die zwar alle keine gebürtigen Niedersachsen sind, als aktuelle Akteure von NFV-Vereinen aber vortrefflich das Gütesiegel ‚Fußball made in Niedersachsen‘ verkörpern. Alle Vier beweisen Woche für Woche auf dem Spielfeld ihre Extra-Klasse. Ich bin sehr gespannt, wer am Ende den Zuspruch der Journalisten erhält.“

Dr. Jürgen Peter, Vorstandsvorsitzender der AOK Niedersachsen: „Wir möchten Kinder, Jugendliche und ihre Familien motivieren, aktiv Sport zu treiben. Fußball ist die Sportart Nr. 1 im Land. Die Gewinner dieses Wettbewerbs sind daher ideale Botschafter für den erfolgreichen Fußballsport in Niedersachsen und damit auch für die Gesundheitskasse.“

Hans-Joachim Zwingmann, Vorsitzender Verein Niedersächsische Sportpresse: „Die Ehrentafel der niedersächsischen ‚Fußballer des Jahres‘ ist gespickt mit hochkarätigen Namen. Auch in diesem Jahr stehen für die Kolleginnen und Kollegen erneut sehr gute Kandidaten zur Wahl. Ich hoffe, dass nun die richtige Entscheidung getroffen wird.“

Autor / Quelle: Peter Borchers/Dominic Rahe
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