Volkmarode verpasst Sensation, Pauer entscheidet längsten Elferkrimi des Abends für Lüneburg

10.08.2022

Bezirksligist Rot-Weiß Volkmarode hat im Achtelfinale des Krombacher Niedersachsenpokal der Amateure die Sensation verpasst. Gegen den Oberligisten TSV Pattensen lagen die Braunschweiger am heutigen Abend (10. August) bis eine Viertelstunde vor Schluss mit 2:1 in Führung und zwangen den zwei Klasse höher spielenden Favoriten anschließend noch ins Elfmeterschießen. Dort aber spielten die Nerven nicht mehr mit: Gleich zwei Mal vergab Rot-Weiß vom Punkt. Dagegen zeigte sich Pattensen durch Joel Walker, Maximilian Schulz, Nils-Ole Heuermann und Georg-Richard König sicher und kam so doch noch mit einem „blauen“ Auge davon. Am Ende steht in der Statistik ein 2:2 nach 90 Minuten und ein 6:3-Erfolg des TSV Pattensen nach Elfmeterschießen.

Einen deutlich längeren Elferkrimi erlebten die Fans in Lüneburg. Mit 11:10 behielt letztlich der heimische LSK Hansa die Oberhand über Blau-Weiß Papenburg, nachdem sich beide Teams in der regulären Spielzeit 0:0 getrennt hatten. Im Elfmeterschießen legte Papenburg jeweils vor, der LSK zog nach. Bis zum 8:8 blieben beide Seiten ohne Fehlversuch, ehe Lüneburgs Keeper Haris Zlomusica erstmals einen Ball abwehren konnte. Damit hatte sein Team das Weiterkommen auf dem Fuß, doch auch Papenburgs Torwart Daniel Lass parierte. Anschließend zeigten sich die Schützen wieder sicher, auch Zlomusica und Lass, die jeweils als elfte Schützen an den Punkt traten, ehe Papenburg zum zweiten Mal an diesem Abend vergab. LüneburgsTomek Pauer, der bereits seinen ersten Versuch zum 1:1 verwandelt hatte, ließ sich die Chance nicht entgehen und schoss seine Farben eine Runde weiter.

Ebenfalls vom Punkt wurde das Duell zwischen Gifhorn und Ramlingen/Ehlershausen entschieden. Dank Malte Leese, der zunächst einen an ihn verursachten Foulelfmeter verwandelte (13.) und dann mit einem Traumtor, als er eine Flanke von links in den linken Winkel zimmerte (33.), zum 2:0 traf, führte der MTV zur Halbzeit. Nach 62 Minuten machte es Louis Engelbrecht aber noch einmal spannend. Luczkiewicz vergab in der 86. Minute aus neun Metern die Vorentscheidung für Gifhorn. Ramlingen steckte nicht auf und kam in der sechsten Minute der Nachspielzeit doch noch zum Ausgleichstreffer. Im Elfmeterschießen vergaben die ersten beiden Gifhorner Schützen (Melvin Luczkiewicz, Salih Ayaz), während RSE traf (Utku Kani, Louis Engelbrecht). Als MTV-Schlussmann Tobias Krull gegen Dennis Yeboah hiet, keimte beim MTV noch einmal Hoffnung auf. Doch Yannik Pohlmann und Max Kummer zeigten sich nervenstark, so dass die Gäste am Ende mit 6:4 die Nase vorn hatten.

Ebenfalls in der nächsten Runde steht der 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Gastgeber MTV Eintracht Celle hatte zwar den ersten Torjubel auf seiner Seite, doch der Treffer wurde wegen Abseits nicht anerkannt (39.). Drei Minuten später brachte Lorenzo Paldino den Barsinghäuser Ortsteilklub mit 1:0 in Führung. Zehn Minuten vor Schluss fiel durch Nick Bode die Entscheidung für die Gäste vom Deister.

Die Partie zwischen dem Rotenburger SV und dem VfL aus Oldenburg war bereits nach den ersten 45 Minuten entschieden. Turbulent verlief das Spiel vor allem zwischen der 12. und 15. Minute, als gleich drei Tore fielen. Kevin Klee (12.) und Peter Bolm (14.) sorgten innerhalb von 120 Sekunden für eine Zwei-Tore-Führung des RSV, ehe Omar Kujabi postwendend verkürzte (15.). Doch ein erneuter Doppelschlag, diesmal lagen zwischen den beiden Treffern nur 60 Sekunden, durch Klee (39.) und Erik Köhler (40.) sicherte Rotenburg frühzeitig das Viertelfinal-Ticket. Nach dem Wiederanpfiff schraubte Peter Bolm (57.) das Ergebnis auf 5:1.

Einen sehr deutlichen Heimsieg sahen die Zuschauer auch im Schöninger Elmstadion. „Mann des Tages“ war der dreifache Torschütze Tom-Luca Winter (37., 49., 62.). Martin Senning (21., 59.) per Doppelpack und Christopher Münch (76.) erzielten die weiteren Treffer für den gastgebenden FSV beim 6:1-Erfolg über den HSC Hannover, für den Amadou Saar in der 90. Minute immerhin der Ehrentreffer gelang.

Der Heeslinger SC, Finalist in der Vorsaison, kam im heimischen Waldstadion nach dem Seitenwechsel deutlich unter die Räder. Enes Muric (17.), Philipp Schmidt (65.), Michel Eickschläger (73.), Saikouba Manneh (80.) und Nico Meyer (90.) trafen für den TuS Bersenbrück beim 5:0-Auswärtssieg.

Alle Ergebnisse des Achtelfinales im Überblick:

MTV Eintracht Celle – 1. FC Germania Egestorf/L. 0:2 (0:1)

Lüneburger SK Hansa – SC BW 94 Papenburg      11:10 n. E. (0:0)

FSV Schöningen – HSC Hannover                          6:1 (2:0)

MTV Gifhorn – SV Ramlingen/Ehlershausen           4:6 n.E. (2:2, 2:0)

Rotenburger SV – VfL Oldenburg                             5:1 (4:1)

Heeslinger SC – TuS Bersenbrück                          0:5 (0:1)

SC RW Volkmarode – TSV Pattensen                     3:6 n.E. (2:2, 2:1)

Dienstag, 23. August, 19.30 Uhr

SV BE Steimbke – SC Spelle/Venhaus

Die weiteren Termine:

• Viertelfinale 03.10.2022

• Halbfinale 10.04.2023 (Ostermontag)

• Finale 18.05.2023

Autor / Quelle: maf
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