Vereinsdialog beim SV Barnstorf

09.09.2019

Wer das Vereinsgelände des SV Barnstorf nahe der Stadt Wolfsburg betritt, ist auf Anhieb beeindruckt. Ein Sportheim mit Umkleideräumen, einem großem Mehrzweckraum und einer Sauna ragt ebenso heraus wie daneben die Sporthalle, die auch von mehreren Vereinen aus der Nachbarschaft genutzt werden kann. Eigentümer der gesamten Anlage ist die Stadt Wolfsburg. Am meisten profitiert davon der SV Barnstorf. Die NFV-Verbandspitze mit Präsident Günter Distelrath, Vizepräsident Egon Trepke, Wolfsburgs Kreisvorsitzender Stephan Pinelli und NFV-Direktor Jan Baßler, tauschte sich beim jüngsten Vereinsdialog mit den Vereinsvertretern und weiteren Kreismitarbeitern aus.

Fußball gespielt wird auf zwei Rasenplätzen. 68 Herren, sowie 40 Kinder und Jugendliche des SV Barnstorf nehmen am aktuellen Spielbetrieb teil. „Wir als kleiner Verein sind stolz darauf, zwei eigene Herrenmannschaften stellen zu können. Die erste Mannschaft spielt in der Kreisliga, unser Nachwuchs in einer JSG mit zwei Nachbarvereinen“, berichtet Sven Schimak, Spartenleiter Fußball. Das Sportheim wurde im vergangenen Jahr mit Gesamtkosten in Höhe von 1,6 Millionen Euro fertiggestellt.

Der SV ist der beste Beweis dafür, dass relativ kleine Vereine auch in Zukunft eine Existenzberechtigung haben. Insgesamt rund 600 Mitglieder zählt der Verein im Wolfsburger Ortsteil Barnstorf (1.200 Einwohner). Das noch junge Führungsteam mit dem erfahrenen Vorsitzenden Wolfgang Heide leistet hervorragende Arbeit und bildet sich regelmäßig weiter, um den Anforderungen eines modernen Vereins gerecht zu werden. Die Beiträge für Mitglieder – Erwachsene zahlen monatlich neun Euro, Kinder und Jugendliche sechs Euro - sind moderat. Hinzu kommt ein Spartenbeitrag in Höhe von monatlich sechs Euro.

Beim Blick auf die finanzielle Situation kommen die Verantwortlichen des SV Barnstorf nicht ins Schwitzen. „Wir haben keine finanziellen Probleme“, informiert Kassenwart Henning Höwner. Was unter anderem an den hervorragenden Rahmenbedingungen liegt, die von der Stadt Wolfsburg geschaffen worden sind. Der Verein fährt einen Sparkurs und hält die Ausgaben in Grenzen. „Unsere Übungsleiter erhalten nur eine geringe Vergütung im Rahmen der Ehrenamtspauschale“, informiert Sven Schimak.

Bei der Kommunikation legen die Verantwortlichen des SV Barnstorf großen Wert darauf, die positiven Aspekte des Ehrenamtes regelmäßig hervorzuheben. „Es läuft bei uns relativ gut. Wir haben alle Ämter besetzt. Wir betreiben mit unserer Vereinszeitung eine gute Informationspolitik“, berichtet der erste Vorsitzende Wolfgang Heide. NFV-Präsident Günter Distelrath, Vizepräsident Egon Trepke und Kreisvorsitzender Stephan Pinelli lobten das Engagement des SV Barnstorf. Aus vielen Gesprächen mit anderen Vereinen wissen sie, wie wichtig eine gute Kommunikation ist. Junge Menschen müssten persönlich angesprochen werden, um sie für die ehrenamtliche Arbeit gewinnen zu können. „Wenn persönliche Beziehungen entstehen, kann der Verein nur gewinnen“, ergänzt Pinelli.

Ein anderes Thema. Fußballspartenleiter Schimak wünscht sich, dass der Verband den Spielbetrieb etwas flexibler gestaltet. Er fragte die NFV-Verbandsspitze, warum die Saison jedes Jahr immer schon im Mai beendet werden müsste? NFV-Direktor Jan Baßler regte an, die Sommerzeit für den Fußball stärker zu nutzen und Doppelspieltage im August und September anzusetzen.

Das Fazit des Vereinsdialogs beim SV Barnstorf zog Günter Distelrath: „Ihr seid ein erfolgreicher Verein mit zahlreichen bemerkenswerten und nachahmungswerten Aktivitäten und einer guten Infrastruktur.“

Bildunterschrift (von links): Jan Baßler (NFV-Direktor), Wolfgang Heide (1. Vorsitzender), Christian Muths (Geschäftsführer), Henning Höwner (Kassenwart), Jan Schneider (2. Vorsitzender), Günter Distelrath (NFV-Präsident), Egon Trepke (NFV-Vizepräsident), Sven Schimak (Spartenleiter Fußball), Svenja Hehling (stellvertretende Vorsitzende des NFV-Kreis Wolfsburg), Bernd Hartwig (Spielausschuss-Vorsitzender des NFV-Kreis Wolfsburg) und Christoph Beismann (NFV-Referat Nachhaltigkeit). Foto: Kramer

Autor / Quelle: Reiner Kramer
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