Das Überraschungsteam des Helmstedter SV.

Ü 32 des Helmstedter SV ist Deutscher "Vize"

11.06.2018

Mit einer großen Überraschung endete jetzt der 13. Deutsche Altherren-Super-Cup (DAHSC) Ü 32 beim Ausrichter TSG Hofherrnweiler-Unterrombach: Nahezu sensationell konnte sich der Helmstedter SV für das Finale qualifizieren. Trotz einer Niederlage dort (1:2 gegen SV Ebersbach/Fils(BW) überzeugten die Zebras mit einer kontinuierlichen Steigerung im Turnier, die in der Finalteilnahme und der inoffiziellen Deutschen Vizemeisterschaft gipfelte.

Die Helmstedter ließen sich auch durch die 0:1-Niederlage in der Hammergruppe G gegen Bayern München nicht beirren, siegten gegen Hertha BSC (1:0) und Wormatia Worms (2:1), so dass ein 0:0 gegen die SG Wacker Cottbus-Ströbitz trotzdem zum 2. Gruppenplatz ausreichte. Im Achtelfinale traf das Team von Coach Hans-Peter „Mausi” Maushake, der die verschiedenen Ü 32-Generationen des HSV seit 1977 (!!) führte, auf den Deutschen Meister von 2017, den OSC Bremerhaven. Die Seestädter setzten dem HSV zwar spielerisch überlegen zu, aber die Tore zum 2:0-Sieg schossen die Helmstädter (Nils Schräder und Matthias Harenberg).

Noch dramatischer ging es im Viertelfinale gegen den zweifachen Niedersachsenmeister SV Reislingen-Neuhaus zu, dem die meisten anderen Teams attestierten, den „besten Fußball im Turnier” gespielt zu haben! Aber, wie es so sein kann, wenn eine pseudo-unterlegene Mannschaft sich gegen das Unmögliche aufbäumt, es kam zum Elfmeterschießen. Hier vergab letztlich ausgerechnet Ex-Bundesligaprof Roy Präger, denn seinen mittig geschossenen Ball parierte HSV-Keeper Ralf Bruns, der wiederum im Spiel zweimal glänzend den Rückstand verhindert hatte.

So zog der HSV mit 7:6 ins Halbfinale ein, der Adrenalinspiegel stieg weiter an! Hier trafen die „Mausi-Schützlinge” auf den anderen Überraschungsteilnehmer SSV Bornheim/FV Mittelrhein. Kämpferisch hielten die Niedersachsen bis zum Schlusspfiff das 0:0, so dass wiederum ein Elfmeterschießen zum Einzug ins Finale herhalten musste. Als Torwart Ralf Bruns zum 4:3 traf und danach den Elfer des Gegners hielt, kannte der Jubel keine Grenzen: Der HSV stand im Endspiel!

Das Finale gegen den SV Ebersbach/Fils, der bereits 2015 in Oyten Deutscher Vizemeister geworden war, entwickelte sich in den Schlussminuten zum Krimi, nachdem die Ebersbacher bereits 2:0 geführt hatten. Nils Schräder konnte nämlich per Strafstoß auf 2:1 verkürzen und setzte damit letzte Kräfte frei. Aber unter der sehr sicheren Leitung von Schiedsrichter Christian Hoyer (NFV), dem von Fritz Heitmann und Bernd Bormann (ebenfalls NFV) assistiert wurde, ließ Ebersbach nichts mehr zu.

Mit dem Titel eines deutschen Vizemeisters konnte der HSV Helmstedt jedoch bestens leben, wie abends bei der Siegerehrung zu erleben war. Auch HSV-Vorsitzender Thomas Mosenheuer konnte seine Emotionen nicht verbergen.

Das gute Abschneiden der NFV-Teams komplettierte der SV Reislingen-Neuhaus mit dem 5. Rang, der wiederum dem SV Melverode-Heidberg, 3. bei der diesjährigen Ü 32-NFV-Meisterschaft, zugute kam. Er darf nämlich jetzt auch wie der HSV und Reislingen-Neuhaus am 14. DAHSCÜ32 (21./22. Juni 2019) beim VfL Weiße Elf Nordhorn teilnehmen!

Die weiteren Platzierungen von NFV-Teams in Hofherrnweiler: 10. TSV Fortuna Sachsenross, 16. TSV Krähenwinkel-Kaltenweide, 20. SV BW Neuhof, 21. VfL WE Nordhorn, 29. SV Broitzem, 40. SG Grasdorf-Pattensen.

Die Siegerehrung wurde von NFV-Altherrenspielleiter Friedel Gehrke, der den DAHSCÜ32 2005 auf privater Basis mit Helmut Wagner, SG Höchst-Classique, gegründet und sehr erfolgreich bis hierhin geführt hatte, im mit weit über 1200 Personen gefüllten Festzelt durchgeführt. Dabei wurde Ralf Bruns zum zweiten Mal nach 2008 als bester Torwart ausgezeichnet; damals als Keeper des TSV Helmstedt und jetzt als Schlussmann des HSV Helmstedt. Torschützenkönig wurde mit sechs Toren Christoph Merz von der TSG Hofherrnweiler.

 

Autor / Quelle: Friedel Gehrke
Zurück
Seite drucken
Premium-Partner