Das Siegerteam vom TV Jahn Delmenhorst. Foto: Orth

Sechster Titel für TV Jahn Delmenhorst

13.09.2020

Sechster Titel nach 1992, 1996, 1997, 2004 und 2017 für den TV Jahn Delmenhorst. Im Endspiel der 47. Auflage des AOK-Frauen-Niedersachsenpokals setzte sich das Team von Trainer Jörg Beese vor 150 Zuschauern im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen mit 1:0 (0:0) gegen die TSG 07 Burg Gretesch durch. Mit dem Pokalsieg, der zusätzlich mit einem Geldpreis in Höhe von 500 Euro belohnt wird, haben sich die Lila-Weißen für den DFB-Pokal 2020/2021 qualifiziert.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, Burg Gretesch hat uns erwartungsgemäß das Leben sehr schwer gemacht“, analysierte Jörg Beese. Und in der Tat war die TSG in der ersten Halbzeit über weite Strecken die tonangebende Mannschaft, setzte, gelenkt von der umsichtigen Spielführerin Marie Goselwinkel, die Delmenhorster Abwehr immer wieder unter Druck. Hier waren es insbesondere Torfrau Jannika Ehlers und Innenverteidigerin Sandra Göbel, die die Ruhe bewahrten und einen Rückstand verhinderten.

Erst nach dem Wechsel fand der TV Jahn besser in die Partie und konnte nun an die guten Leistungen anknüpfen, die ihn noch vor einer Woche beim 8:1-Halbfinalerfolg über den VfL Jesteburg ausgezeichnet hatten. Burg Gretesch verließen nach dem kräftezehrenden Anrennen der ersten 45 Minuten die Kräfte, und nun waren es die Delmenhorsterinnen, die den Ton angaben. Ihre Bemühungen wurden in der 77. Minute mit dem Tor des Tages belohnt, das Nathalie Heeren nach schöner Einzelleitung erzielte.

Während Eintracht-Kapitänin Heeren aus den Händen von NFV-Präsident Günter Distelrath und Karen Rotter (NFV-Präsidiumsmitglied und Vorsitzende des Ausschusses für Frauen- und Mädchenfußball) den Pokal entgegennehmen durfte, musste Burg Gretesch enttäuscht die Niederlage registrieren. Kleiner Trost: Als unterlegener Finalist erhält die TSG 07 einen Geldpreis in Höhe von 250 Euro.

Auf dem Weg ins Finale hatten sich die Delmenhorsterinnen mit 7:0 beim Buchholzer FC, mit 6:2 beim MTV Barum, mit 5:2 bei BW Hollage und daheim mit 8:1 gegen den VfL Jesteburg durchgesetzt. Burg Gretesch musste vier Mal auswärts antreten und schaltete SV Suddendorf-Samern (4:0), SV Eintracht Lüneburg (3:2), FC Eintracht Northeim (3:0) und im Halbfinale den SV Hastenbeck (3:0) aus.

TV Jahn Delmenhorst – TSG 07 Burg Gretesch 1:0 (0:0)

TV Jahn Delmenhorst: Jannika Ehlers – Kira Grotheer, Nathalie Heeren, Julia Hechtenberg, Neele Detken, Sandra Göbel, Julia Kastens, Olivia Kulla (87. Jessica Schlegel), Carolin Arndt (65. Pia von Kosodowski), Lea Bultmann, Emilia Reck (84. Stefanie Herzberg)

Reserve: Janella Rogowski Quesada, Jette Haar, Maryam Matta, Gesa Bücking

Trainer: Jörg Beese

TSG 07 Burg Gretesch: Anna Müller – Sabrina Rauch, Marie Gosewinkel, Meret Hohnstädt (83. Alina Kampmeyer), Brilka Laureen, Viola Hellweg (63. Jana Schocke), Janet Rosciani (83. Lara Korte), Pia Nauber (74. Jana Reinken), Lena Gosewinkel, Kim-Jessica Köhne, Frauke Lunkwitz

Reserve: Selina Ehret, Tonja Sehring, Nele Fabeyer

Trainerin: Sebastian Wessel

Schiedsrichterin: Janna Poppen; Assistenten: Eva-Maria Murra, Kevin Bontjer

Gelbe Karten: Neele Detken – Pia Nauber, Lena Gosewinkel

Tore 1:0 (77.) Nathalie Heeren

Die Ehrentafel der Sieger

1974 SV Nüttermoor

1975 Sparta Göttingen

1976 Sparta Göttingen

1977 SV Arminia Hannover

1978 Rotenburger SV

1979 VfL Wilhelmshaven

1980 VfR Eintracht Wolfsburg

1981 VfL Wildeshausen

1982 VfL Wildeshausen – VfR Eintracht Wolfsburg 2:0

1983 VfR Eintracht Wolfsburg – VfL Wildeshausen 3:2 (3:0)

1984 VfL Wildeshausen

1985 VfR Eintracht Wolfsburg – VfL Wildeshausen 4:3 (2:2)

1986 VfL Wildeshausen

1987 Fortuna Sachsenross Hannover

1988 VfR Eintracht Wolfsburg

1989 VfR Eintracht Wolfsburg

1990 VfR Eintracht Wolfsburg

1991 VfL Wildeshausen

1992 Jahn Delmenhorst

1993 SV Victoria Gersten

1994 Wolfenbütteler SV – TSV Georgsdorf 5:2 (2:1)

1995 VfL Wildeshausen – SC Wedemark 2:0 (0:0)

1996 Jahn Delmenhorst – TuS Westerholz 5:0 (3:0)

1997 Jahn Delmenhorst – Wolfenbüttler SV 1:1 (3:2 n.V.,0:0)

1998 WSV Wendschott – Jahn Delmenhorst 2:1 (2:0)

1999 FSV Westerstede – TSG Burg Gretesch 1:0 (0:0)

2000 SV Victoria Gersten – Jahn Delmenhorst 3:0 (2:0)

2001 SV Victoria Gersten – JSG Jesteburg/Bendestorf 3:1 (1:0)

2002 FSV Westerstede – JSG Jesteburg/Bendestorf 1:1 (4:3 n.E.,1:0)

2003 SV Victoria Gersten – TuS Westerholz 3:0 (1:0)

2004 TV Jahn Delmenhorst – MTV Wolfenbüttel 3:1 (1:1)

2005 SuS Timmel – SV Ahlerstedt/Ottendorf 4:0 (2:0)

2006 VfL Oythe – TSV Eintracht Immenbeck 7:1 (3:0)

2007 Mellendorfer TV – SV Höltinghausen 4:1 (3:1)

2008 VfL Oythe – SuS Timmel 1:0 (0:0)

2009 VfL Wolfsburg II – TSG Burg Gretesch 1:0 (0:0)

2010 BV Cloppenburg – ATSV Scharmbeckstotel 2:2 (2:1); 6:4 n.E.

2011 TSV Havelse – TSG Burg Gretesch 1:3 (1:1)

2012 VFL Wolfsburg II – ESV Fortuna Celle 2:1 (0:0)

2013 VFL Wolfsburg II – TSG 07 Burg Gretesch 6:0

2014 SV Ahlerstedt/Ottendorf – SV Union Meppen 1:2

2015 SV Union Meppen – VfL Jesteburg 2:0 (2:0)

2016 SV Union Meppen – ATSV Scharmbeckstotel 5:1 (2:1)

2017 TV Jahn Delmenhorst – TSV Limmer 3:1 (0:1)

2018 Hannover 96 – VfL Jesteburg 2:0 (2:0)

2019 Osnabrücker SC – Eintracht Braunschweig 1:6 (0:2)

2020 TV Jahn Delmenhorst – TSG 07 Burg Gretesch 1:0 (0:0)

Autor / Quelle: bo
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