Nordtitel für U 14-Juniorinnen des NFV

10.05.2022

Spannender hätte die Konstellation beim Norddeutschen Länderpokal der U 14-Juniorinnen in Bad Malente nicht sein können. Die Auswahlteams aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen und gingen mit je 3 Punkten und jeweils 2:2 Toren in die letzten beiden Turnierspiele. Am Ende war die NFV-Auswahl nach einem 2:1-Erfolg über Bremen strahlender Sieger, profitierte dabei von einem Unentschieden im Parallelspiel zwischen Schleswig-Holstein und Hamburg. 

Nach einem Turniersieg der Mädels aus Niedersachsen hatte es nach einer 1:2 (0:0, 1:0, 0:2)-Auftaktniederlage gegen Hamburg zunächst nicht ausgesehen. Übernahm zunächst der Gegner die Initiative, so fand die NFV-Auswahl ab dem zweiten Drittel besser ins Spiel und ging durch Annika Ina Kristin Müller mit 1:0 in Führung (26.). Im letzten Drittel lieferten sich beide Mannshaften dann einen offenen Schlagabtausch und Hamburg kam zum Ausgleich (45.). Kaya Schmetgens hätte um ein Haar für die erneute NFV-Führung gesorgt, doch ihr Schuss landete nur an der Latte des gegnerischen Gehäuses. Im Gegenzug erzielten stattdessen die Hamburgerinnen den Siegtreffer (59.). „Eine unglückliche Niederlage“, befand NFV-Trainer Thomas Pfannkuch. 

Mit einem unter dem Strich verdienten 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)-Sieg gegen die Gastgeberinnen war die NFV-Auswahl dann im Turnier angekommen. Das goldene Tor gelang Sema Mikayilli (27.). Zwar drückte Schleswig-Holstein in den letzten 20 Minuten auf den Ausgleich, doch Niedersachsen rettete den knappen Vorsprung mit Geschick über die Zeit. 

„Wir hatten im ersten Drittel Chancen über Chancen, aber es hat nur zu einer 2:0-Führung gereicht. Wir müssen uns unsere Tore hart erarbeiten, haben ganz einfach keine Knipserin“, bilanzierte Pfannkuch nach dem 2:1 (2:0, 0:1, 0:0)-Erfolg im entscheidenden Spiel gegen Bremen. Tore von Neele Wunsch (8.) und Leonie-Sophie Sievert (12.) beantworteten die Bremerinnen mit dem Gegentreffer in der 30. Minute. „Danach sind meine Mädels nicht mehr so überzeugend aufgetreten, sicherlich auch mit der Angst im Hinterkopf, dass es ihnen so ergehen könnte, wie im Spiel gegen Hamburg“, befand Pfannkuch nach dem letzten Spiel. 

„Es war ein sehr ausgeglichenes Turnier mit sehr engen Spielen. Nach den jüngsten Testspielergebnissen hatte ich nicht unbedingt mit einem Erfolg in Malente gerechnet, aber die Spielerinnen haben mich positiv überrascht. Natürlich haben wir auch das Glück gehabt, dass Schleswig-Holstein und Hamburg sich mit einem Unentschieden getrennt haben, aber Glück gehört im Leben nun mal auch dazu“, lautete das zufriedene Fazit von Thomas Pfannkuch. 

Die Ergebnisse im Überblick

Niedersachsen – Hamburg 1:2, Schleswig-Holstein – Bremen 2:1, Niedersachsen – Schleswig-Holstein 1:0, Hamburg – Bremen 0:1, Niedersachsen – Bremen 2:1, Schleswig-Holstein – Hamburg 2:2 

Die Tabelle: 1. Niedersachsen (4:3 Tore, 6 Punkte), 2. Hamburg * (4:4, 4), 3. Schleswig-Holstein * (4:4, 4), 4. Bremen (3:4, 3) 

*Da Hamburg und Schleswig-Holstein nach dem Turnier punkt- und torgleich waren, musste ein Elfmeterschießen über die Endplatzierung entscheiden. Dieses gewann Hamburg mit 4:3 und belegte deshalb Rang 2. 

Die NFV-Auswahl: Linda Adams, Lene Blömer, Celine Drechsel, Lina Schwarte, Klara Wittrock (alle SV Meppen), Lea Gutheil, Lina Menzel (beide I. SC Göttingen 05), Sanne Albring (TuS Westerloy), Janne Buck (FC Geestland), Marie Gollmer (TSV Lochtum), Sema Mikayilli (Hannover 96), Annika Ina Kristin Müller (SV Holdenstedt), Lotta Pontow (TV Langen), Kaya Schmetgens (JFV A/O/B/H/H), Leonie-Sophie Sievert (SV Schwagstorf), Neele Wunsch (FT Braunschweig).

Autor / Quelle: bo
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