NFV-Präsident Karl Rothmund, DFB-Präsident Reinhard Grindel und NFV-Präsidiumsmitglied Frank Schmidt.

NFV veröffentlicht 1. Nachhaltigkeitsbericht

18.10.2017

Premiere mit langer Vorlaufzeit: Als erster deutscher Fußball-Landesverband hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Am Mittwochvormittag wurde der knapp 90 Seiten starke Report im Rahmen einer Pressekonferenz beim TSV Limmer in Hannover der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Veröffentlichung folgt auf den Vorbericht „Ein starkes Stück Leben – Der Niedersächsische Fußballverband auf dem Weg zur Nachhaltigkeit“, den der NFV bereits vor drei Jahren herausgegeben hat und der eine erste wichtige Bestandsaufnahme war. Die zweite Ausgabe baut darauf auf, geht jedoch noch weiter. Sie entwickelt ein ganzheitliches Verständnis dafür, was gesellschaftliche Verantwortung im Fußball bedeutet und zeigt transparent, kompakt und verlässlich auf, welche Beiträge der organisierte Fußball in Niedersachsen für die Gesellschaft leistet. Prüfend begleitet wurde der Nachhaltigkeitsbericht gemäß geltender Standards von der renommierten Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte.

NFV-Präsident Karl Rothmund: „Gerade weil sich in Niedersachsen so viele Menschen für unseren Sport begeistern, haben wir als Landesverband mit mehr als 642.000 Mitgliedern eine besondere Verantwortung. Auf dem Weg zur Nachhaltigkeit haben wir mit diesem Bericht ein wichtiges Etappenziel erreicht. Es ist uns gelungen, systematisch Auskunft über unsere Arbeit in ihrer ganzen Breite zu geben.“

Mit dem zertifizierten Bericht legt der NFV in umfassender Weise offen, wie er in Zusammenarbeit mit seinen 2.661 Vereinen und Gliederungen seiner Verantwortung im sozialen, karitativen und ökologischen Bereich gerecht wird. Er zeigt, wie im Spielbetrieb, in der Talentförderung, bei der Wertevermittlung und bei der Unterstützung gesellschaftlicher Aufgaben verantwortlich gehandelt wird, aber auch, wo das Potenzial des Fußballs in den nächsten Jahren noch besser genutzt werden kann.

DFB-Präsident Reinhard Grindel: „Wer diesen Bericht als Außenstehender liest, wird überrascht sein, was der Niedersächsische Fußballverband alles leistet und was am Fußball inhaltlich noch alles dranhängt. Ohne Karl Rothmund wäre der Nachhaltigkeitsbericht allerdings kaum vorstellbar. Er ist derjenige, der dieses Thema auch beim Deutschen Fußball-Bund überhaupt erst richtig in Gang gebracht hat.“

„Wir können stolz auf diesen Bericht sein. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die daran mitgewirkt haben“, sagt NFV-Präsidiumsmitglied Frank Schmidt, der zugleich dem 2014 gegründeten Ausschuss „Gesellschaftliche Verantwortung“ vorsteht, der seither von internen und externen Experten beraten und die Berichtserstellung federführend begleitet hat.

Der Berichtszeitraum erstreckt sich im Kern auf die Jahre 2015, 2016 sowie 2017 und bildet damit das Geschehen zwischen den beiden NFV-Verbandstagen im Oktober 2014 und 2017 ab. Im Aufbau orientiert sich der Report am Vorbericht. Diese Strukturgleichheit soll Transparenz schaffen und es den Lesern erleichtern, alle Entwicklungsschritte nachzuvollziehen. Nach Erklärung von Aufbau, Organisation und Struktur des NFV werden in den folgenden Kapiteln die Themenfelder „Spielbetrieb“ und „Gesellschaftliche Verantwortung“ behandelt. Ergänzend folgt ein Ausblick unter Nennung konkreter Ziele für die nächsten drei Jahre sowie Informationen zum Prüfprozess und dessen Ergebnis. Um weibliche Fußballakteure explizit in den Bericht miteinzubeziehen, wurde in der Regel sowohl die weibliche als auch die männliche Personenbezeichnung verwendet.

Dass der Report am Mittwoch beim TSV Limmer vorgestellt wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen ist der Klub der Heimatverein des ersten NFV-Präsidenten Karl Laue, der von 1947 bis 1968 im Amt war, zum anderen zeichnet er sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit 25 Jugendmannschaften und einer mit dem TuS Davenstedt gebildeten Jugendspielgemeinschaft durch nachhaltige und zukunftsfähige Vereinsarbeit aus.

Autor / Quelle: Dominic Rahe
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