Unvergessliche Momente und Ratschläge fürs Leben. Die NFV-Junior-Coaches Ronja Krüger (rechts), Nele Plaul (Mitte) und Kevin Walter(links) mit den VfL-Profis Yannick Gerhardt und Babett Peter.

NFV-Junior-Coaches schnupperten Bundesliga-Luft

16.04.2018

Die Abläufe für die Vorbereitung an Spieltagen scheinen bei vielen Fußballvereinen im Amateur- und Jugendbereich ähnlich zu sein: Der Trainer und das Team treffen sich vor einer Partie zur Mannschaftsbesprechung, der Platzwart bewässert ein letztes Mal das Spielfeld und die Betreuer legen in der Kabine die Spielkleidung zurecht. So weit, so gut: Doch wie sieht dieser Ablauf eigentlich bei einem Fußball-Bundesligisten aus, bei dem die Vereinsmitarbeiter hinter den Kulissen akribisch arbeiten, damit ein Trainer und sein Team sich ausschließlich auf sich und auf die Partie konzentrieren können?

Diese Frage können die NFV-Junior-Coaches Nele Plaul, Trainerin der Schulfußballmannschaft am Gymnasium Bad Pyrmont, und Ronja Krüger, F-Jugendtrainerin des TSV Barrien, sowie Kevin Walter, Trainer der G- und E-Jugend des SV 06 Holzminden, nun beantworten. Die drei Nachwuchstrainer, die das Junior-Coach-Programm des Niedersächsischen Fußballverbandes erfolgreich absolviert haben und seitdem als rührige Trainer arbeiten, erhielten vor dem Bundesligaspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC Augsburg exklusive Einblicke. Arrangiert wurde dies von Volkswagen, dem Partner des NFV. Der Autohersteller, der ab 2019 auch die Nationalmannschaft sponsert, ermöglicht ausgewählten Junior-Coaches in regelmäßigen Abständen die Teilnahme an besonderen Aktionen mit interessanten und vor allem fürs Traineramt lehrreichen Inhalten.

Während der einstündigen Tour durch die Arena erhielten die drei Niedersachsen nicht nur spannende Informationen über den Spielbetrieb, sie schnupperten außerdem auch Bundesligaluft und konnten sich hautnah in die Abläufe der Vor- und Nachbereitung von Bundesligaspieltagen einfühlen: Denn im Pressekonferenzraum nahmen sie gleich einzeln nacheinander auf der Bühne Platz, wo sie - wie die Cheftrainer nach dem Spiel - Fragen der anderen Junior-Coaches souverän beantworteten, die den Besuch in Wolfsburg bei einer Sonderverlosung gewonnen hatten.

Weiter ging es vom PK-Raum in die Katakomben der Volkswagen Arena. Dort standen Nele, Ronja und Kevin in der Mixed Zone, in der sich Journalisten und Profis nach Spielabpfiff treffen, um im Interview vor der Sponsorenwand über den Spielausgang zu reden. Durch den Spielertunnel liefen die Jugendlichen dann in den Innenraum – beim Klang der Einlaufmusik der VfL-Bundesligaprofis. An der Trainerbank trafen sie dort zu deren Überraschung die VfL-Profis Babett Peter und Yannick Gerhardt, die sie mit all ihren Fragen löchern durften.

Was einen Fußballtrainer erfolgreich macht, wollten die Nachwuchstrainer von den beiden VfL-Profis wissen, die mit verschiedenen Coaches viele Erfolge erreicht haben: Vom Olympiasieg über die Welt- und Europameisterschaft bis hin zum Gewinn von Champions League, DFB-Pokal sowie der Deutschen Meisterschaft. Dabei war die Zusammenarbeit mit allen „Erfolgstrainern“ immer sehr besonders, da jeder einzelne seine eigene Art hatte, die Mannschaft auf eine Partie vorzubereiten und letztendlich zu Erfolgen zu führen. Dies unterstrich die 29-jährige Babett Peter, die zu den erfolgreichsten Spielerinnen der deutschen Frauenfußballgeschichte gehört: „Von meinen Erfahrungen her kann ich sagen, dass es nicht nur den einen Erfolgstypen gibt und ein Vorbild auch nicht kopiert werden kann. Denn jeder Trainer muss seine eigene Methode finden, die zu ihm oder ihr passt und mit der die Mannschaft zum Erfolg geführt werden kann.“

Yannick Gerhardt, dessen größter Erfolg bisher der Gewinn der U-21-Europameisterschaft im vergangenen Jahr war, stimmte seiner VfL-Kollegin zu und erläuterte: „Doch das, was in der einen Mannschaft funktioniert, muss nicht zwangsweise mit der nächsten auch klappen. Deshalb ist es wichtig, dass ein Trainer seine Fähigkeiten auf die verschiedenen Spielertypen und die momentane Situation im Verein richtig umsetzt und dabei die passende Ansprache vor jedem Spiel findet.“

Nach dem Treffen mit den beiden VfL-Profis, die den Jugendlichen noch weitere Tipps für die eigene Trainertätigkeit mit auf den Weg gaben, wartete auf die Junior-Coaches zum Abschluss das Bundesligaspiel zwischen VfL Wolfsburg und FC Augsburg (0:0). Alle Nachwuchstrainer waren sich beim Resümee einig: Es war ein informativer und besonderer Einblick beim VfL Wolfsburg, wo gezeigt wurde, wie das ganze Drumherum am Spieltag organisiert wird und was zur Arbeit eines Trainers neben dem Platz gehört. Auch das Treffen mit den VfL-Profis war für die Jugendlichen sehr beeindruckend, da sie wichtige Tipps für ihre zukünftigen Trainerkarrieren erhielten.

Die Lehrinhalte des Ausbildungsprogramms zum Junior-Coach sind sehr facettenreich: Themen wie Trainingsplanung und -steuerung oder korrekte Mannschaftsansprache zählen zu den Qualifikationsbausteinen. In 40 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten erfahren Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren alles über die Grundlagen einer Coaching-Tätigkeit. Mehr als 4.000 Nachwuchstrainer wurden auf diesem Weg schon in Niedersachsen ausgebildet. Im Anschluss an den „Junior-Coach“ sollen die Jugendlichen schnell erste Erfahrungen in der Praxis sammeln. Der NFV steht dabei helfend und beratend zur Seite. Vierteljährlich wird das Engagement von besonders engagierten Nachwuchstrainerinnen und -trainern in Schulen oder Vereinen vom NFV und seinen Partnern mit hochwertigen Prämien belohnt. Volkswagen unterstützt das Projekt als Partner des NFV nicht nur finanziell, sondern bietet den Nachwuchstrainern darüber hinaus interessante Inhalte wie Trainingsbesuche, Hospitationen, Austausch mit Profitrainern oder Schulungen.

 

Weitere Informationen finden sich unter www.junior-coach.de.

 

 

Autor / Quelle: Volkswagen Sportkommunikation
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