Mit 80 Teilnehmern: NFV veranstaltet Stakeholder-Dialog

09.12.2019

Es war eine Premiere mit Signalwirkung: Im Sporthotel Fuchsbachtal in Barsinghausen hat der Niedersächsische Fußballverband (NFV) im November als erster deutscher Fußball-Landesverband einen Stakeholder-Dialog abgehalten. Rund 80 Teilnehmer – die Hälfte davon ehrenamtliche Vertreter von Vereinen und Kreisen – tauschten sich intensiv über die aktuellen Herausforderungen im niedersächsischen Amateurfußball sowie die Eckpfeiler einer zukunftsorientierten und nachhaltigen Verbandsarbeit aus. Die Ergebnisse werden nun strukturiert zusammengefasst, um sie für das NFV-Engagement nutzbar zu machen.

Als für den Stakeholder-Dialog als besonders wichtig priorisiert wurden im Vorfeld fünf Themen: Spielbetrieb, Schiedsrichterwesen, Jugendfußball, Frauen- und Mädchenfußball sowie Qualifizierung. Unter diesen Überschriften wurde in je zwei Workshop-Phasen á 75 Minuten konstruktiv und kritisch diskutiert – zunächst im Rahmen einer Bestandsaufnahme zur Identifizierung der wichtigsten Zukunftsthemen, später in der Erarbeitung konkreter Gestaltungsansätze.

Im Zentrum des Austausches standen zu jeder Zeit die Teilnehmer, die im Zuge ihrer Tätigkeiten im regelmäßigen Austausch mit dem NFV stehen. Dazu gehörten neben Vertretern von Vereinen, Kreisen und Bezirken auch  Experten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und anderer Landesverbände sowie Repräsentanten von Partnern aus Sport, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft.

NFV-Präsident Günter Distelrath rückte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung eines solchen Austausches mit Interessensgruppen in den Fokus. „Mit mehr als 625.000 Mitgliederinnen und Mitgliedern haben wir eine wichtige gesellschaftspolitische Verantwortung in Niedersachsen“, sagte Distelrath, der in diesem Zusammenhang anschaulich das Motto der Veranstaltung „Gemeinsam am Ball für Niedersachsen – Fußball nachhaltig gestalten und entwickeln" erläuterte.

Im Anschluss folgte eine von Stefan Wagner moderierte 45-minütige Podiumsdiskussion mit NFV-Direktor Jan Baßler, Frank Schmidt (Vorsitzender NFV-Ausschuss für Gesellschaftliche Verantwortung) und Uwe Scholz (Fußball-Abteilungsleiter beim SC RW Volkmarode) zu aktuellen Themen aus Fußball und Gesellschaft. Baßler: „Der kontinuierliche Dialog mit unseren Stakeholdern ist uns besonders wichtig. Ihre Erwartungen und Perspektiven beeinflussen und befruchten unsere Arbeit.“

Das positive Feedback aus dem Plenum zum Abschluss zeigte, dass der NFV mit seinem ersten Stakeholder-Dialog den richtigen Weg eingeschlagen hat, in dem er auch die Basis aktiv einbindet, um seine Prozesse zu verbessern und die Nachhaltigkeit zu steigern. NFV-Präsident Distelrath dankte in seinem Schlusswort den Teilnehmern für die offene Diskussion und betonte, dass die gewonnenen Erkenntnisse in die NFV-Arbeit einfließen werden.

„Der Stakeholder-Dialog, der in großen Firmen bereits zum Alltag gehört, ist sicherlich auch eine Form, die an der Basis im heimischen Verein eingeführt und ausgebaut werden sollte“, sagte Wolfgang Jacob vom SV 06 Holzminden, der die Veranstaltung als sehr gelungen beurteilte.

NFV-Präsident Distelrath zum Abschluss: „Eine verantwortungsvolle Verbandsarbeit kann nur im Dialog mit unseren Stakeholdern erfolgen. Der kontinuierliche Austausch ermöglicht es uns, die Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche unterschiedlicher Interessengruppen besser zu verstehen und in unser Handeln einzubeziehen.“

Autor / Quelle: Dominic Rahe
Zurück
Seite drucken
Premium-Partner