So sehen Sieger aus: Der Barnstorfer SV.

Krombacher-Ü40-Hallen-Niedersachsenmeisterschaft: Barnstorfer SV siegt

11.03.2019

Überraschungscoup des Gastgebers: Der Barnstorfer SV (Kreis Diepholz) hat am Samstag als ausrichtender Verein die 15. Krombacher-Ü40-Hallen-Niedersachsenmeisterschaft gewonnen. Im Endspiel setzte sich der BSV mit 4:3 nach Neunmeterschießen gegen den VfL Güldenstern Stade durch. Nach regulärer Spielzeit hatte es 1:1 gestanden. Im Duell vom Punkt avancierte dann BSV-Torwart Torben Kolkhorst, der den dritten VfL-Versuch parierte, zum umjubelten Helden.

Durch den Triumph ist der Barnstorfer SV der erste Ü-Niedersachsenmeister aus dem NFV-Kreis Diepholz überhaupt.

Insgesamt hatten sich 35 Mannschaften für die Niedersachsenmeisterschaft, die vom Barnstorfer SV um Cheforganisator Thorsten Hiepel toll ausgerichtet wurde, qualifiziert. Gespielt wurde in drei Hallen: In Barnstorf in der Vereinssporthalle sowie in der Halle an der Walsener Straße und in der Mehrzweckhalle in Goldenstedt.

Im Turnierverlauf erwies sich dann so mancher „Neuling“ als spielstark und reif für die K.o.-Runde, etwa der WSC Frisia Wilhelmshaven, VfR Voxtrup und SC SW Bakum. Schwer tat sich dagegen der mehrfache Titelträger Hannover 96, der im letzten Gruppenspiel gegen die SG Post SV Oldenburg-Metjendorf für das Weiterkommen hoch gewinnen musste, nachdem die „Roten“ gegen den TSV Bassen (1:1) und VfR Voxtrup (0:3) wenig überzeugen konnten. Mit einem 4:0-Sieg gelang 96 dann aber doch noch der Sprung ins Achtelfinale.

Souverän überstand indes Titelverteidiger VfL Wolfsburg mit vier Siegen und 10:0-Toren die Vorrunde. Lange Gesichter gab es bei den „Wölfen“ dann aber im Achtelfinale, als dort die SG Döhlen-Großenkneten um Ex-Bundesligatorwart Hans-Jörg Butt im Neunmeterschießen zum Stolperstein wurde. Nachdem Butt (als Feldspieler) im regulären Spielverlauf einen Neunmeter vergeben hatte, traf er später jedoch zum entscheidenden 2:0 und besiegelte damit das Wolfsburger Aus.

Ins Halbfinale gelangten mit dem Barnstorfer SV, VfL Güldenstern Stade und der SG Döhlen-Großenkneten schließlich drei Teams, die den etablierten Mannschaften die Show stahlen. Komplettiert wurde die Runde der letzten Vier von Hannover 96.

Der VfL Güldenstern Stade erwies sich im Halbfinale gegen Hannover 96 als die bessere Mannschaft und führte bis kurz vor Schluss mit 2:0, ehe Hannover noch der Anschlusstreffer gelang. Der Weg für die Außenseiter – Barnstorf gewann das andere Halbfinale mit 1:0 gegen Döhlen-Großenkneten – war somit frei.

Im Neunmeterschießen um den dritten Platz setzte sich die SG Döhlen-Großenkneten um Hans Jörg Butt mit 5:4 gegen Hannover 96 durch und rundete damit ihre starke Leistung ab.

In einem packenden Finale ging der Barnstorfer SV durch Torjäger Ralf Telthörster in Führung, die Thomas Brokelmann für Stade ausglich. Die Entscheidung musste somit im Neunmeterschießen fallen. Für den Gastgeber trafen Marc Pallentien, Telthörster und Michael Becker. Für Stade waren Jörg Jürs und Thomas Trabandt erfolgreich. Den VfL-Versuch von Brokelmann parierte BSV-Schlussmann Kolkhorst, der am Ende auch zum besten Torhüter des Turniers gekürt wurde. Torschützenkönig wurde Horst Elberfeld von der SG Bösel-Thüle mit sieben Treffern.

Zum Gelingen des Turniers trugen auch die zwölf Schiedsrichter Oliver Haalck, Alexander Grimm, Heiko Ziegler, Frank Stolle, Sven Hagen, Martin Gelhaus, Björn Schröder, Gerrit Alfken, Jan-Eike Ehlers, Fritz Heitmann, Bernd Brüggemann und Sedat Ahmetovic bei, die allesamt auf ihre Spesen verzichteten und das Geld stattdessen an die Mon-Stiftung zugunsten von drei Vollwaisen in Goldenstedt spendeten. Für die Stiftung war bereits während des Turniers unter den Vereinen gesammelt worden. Am Ende kamen 1.303 Euro zusammen. Diese Summe wird der Barnstorfer SV nach seinem „Kassensturz“ noch erhöhen.

NFV-Altherren-Spielleiter Friedel Gehrke: „Ich bin Goldenstedts Bürgermeister Willibald Meyer dankbar, dass er uns auf den dramatischen und traurigen Hintergrund hingewiesen hat, wofür die Mon-Stiftung Spendengelder einwerben möchte. Uns Verantwortlichen im BSV, dem TuS Frisia Goldenstedt, den Turnierschiedsrichtern und dem NFV-Orgateam war sofort klar, dass wir auch für diesen Zweck spenden wollten. Ich bedanke mich bei allen, die unsere Spende entsprechend mit Geldbeiträgen unterstützt haben.“

Bereits am Nachmittag hatte Ex-Profi Ansgar Brinkmann einen Spendenscheck aus den Startgeldern der 35 Mannschaften in Höhe von 500 Euro für die Kinderhospizhilfe Bethel entgegennehmen dürfen. Die BSV-Jugendabteilung durfte sich über 1.000 Euro freuen.

Fritz Heitmann wurde zudem für seine Schiedsrichter-Tätigkeit bei Ü-Qualifikationsspielen und Ü-Endrunden zwischen 1989 und 2019 mit dem Ehren-Niedersachsenpferd und einer Urkunde von NFV-Präsident Günter Distelrath ausgezeichnet.

Autor / Quelle: Friedel Gehrke/dr
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