Das Turnier in Hamburg findet am Samstag, 2. Juni, statt.

Inklusion: FußballFreunde-Cup in Hamburg - jetzt anmelden!

09.05.2018

Eine neue Turnierserie soll mehr Kinder und Jugendlichen mit Handicap das aktive Fußballspielen ermöglichen und den Fußball behinderter Menschen öffentlich noch sichtbarer machen. Die DFB-Stiftung Sepp Herberger und die DFL-Stiftung organisieren gemeinsam mit den DFB-Landesverbänden die Serie von fünf „FußballFreunde-Cups“, an der mehr als 40 Mannschaften teilnehmen. Für Mannschaften aus Niedersachsen und Norddeutschland ist das Auftakt-Turnier am Samstag, 2. Juni, beim Hamburger SV interessant.

An den Turnieren können Mannschaften aus Fußballvereinen, Schulen oder Fördereinrichtungen teilnehmen. Da die Mannschaften inklusiv gebildet werden, sind Kinder mit und ohne Handicap gemeinsam am Ball. Die Altersgruppen variieren je nach Standort. Jungen und Mädchen können auch in gemischten Mannschaften teilnehmen. Anmeldungen aus Niedersachsen nimmt Sebastian Ratzsch vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) ab sofort per E-Mail entgegen.

Zum Hintergrund: Studien zeigen, dass rund 70 Prozent der Deutschen über 14 Jahre sich für Fußball interessieren. Bei Menschen mit Handicap ist es nicht anders. Im Rahmen der Inklusionsinitiative bemühen sich Ansprechpartner in den DFB-Landesverbänden seit dem Jahr 2012 darum, Aktivitäten zu koordinieren und Zugänge in die Fußballstrukturen zu schaffen.

„Unabhängig von der Art der Behinderung sind Menschen mit Handicap im Fußball engagiert, spielen aktiv in Mannschaften, übernehmen Aufgaben im Verein oder Verband und verfolgen die Spiele der Nationalmannschaft und der Bundesliga-Clubs“, erklärt Tobias Wrzesinski, Geschäftsführer der DFB-Stiftung Sepp Herberger. „Gemeinsam mit der DFL-Stiftung, den DFB-Landesverbänden und den Proficlubs wollen wir mit den FußballFreunde-Cups noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen und sie spielerisch zusammenbringen“, sagt Wrzesinski.

Nicht der Leistungsgedanke, sondern die gemeinsame Freude und Begeisterung am Fußballspiel, an Teamwork und Fairplay stehen bei den FußballFreunde-Cups im Vordergrund. Kinder mit und ohne Handicap begegnen sich über den Sport und werden spielerisch in ihren sozialen Kompetenzen gefördert. Die Teilnehmer lernen den Umgang mit den Stärken und Schwächen der anderen Fußballerinnen und Fußballer. Sie fördern damit ihren „Sozial-IQ“ und erwerben nützliche Fähigkeiten für ihre weitere schulische und berufliche Laufbahn. Neben dem Fußballspielen wird es an den einzelnen Standorten ein vielfältiges Rahmenprogramm für alle Teilnehmenden geben.

„Ziel unseres Engagements ist es, Berührungsängste zwischen Kindern mit und ohne Behinderungen abzubauen. Und das nicht nur auf dem Fußballplatz, sondern auch darüber hinaus, um damit den Inklusionsgedanken zu stärken. Es freut mich sehr, dass die Proficlubs unser gemeinsames Anliegen durch die Ausrichtung der Regionalturniere oder mit der Teilnahme eigener inklusiver Mannschaften unterstützen“, betont Stefan Kiefer, Vorstandsvorsitzender der DFL-Stiftung.

Autor / Quelle: Dominic Rahe
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