Kopfballduell mit Torschützenkönigin Pernille Harder (Mitte). Foto: Imago

Durchsetzungsstark: Deniz Undav. Foto: Imago

Treffsicher: Martin Kobylanski. Foto: Imago

Mit Spielkunst und Torgefahr: Genki Haraguchi. Foto: Imago

„Fußballer des Jahres 2020“: Wer wird Nachfolger von Nils Körber?

06.07.2020

Ob Weltmeister wie Martina Müller und Per Mertesacker oder internationale Top-Stars wie Kevin De Bruyne und Edin Dzeko: Es sind klangvolle Namen, die die Ehrentafel von „Niedersachsens Fußballer des Jahres“ zieren. 

Seit 1991 kürt der Niedersächsische Fußballverband (NFV) nun schon den „Fußballer des Jahres“ und feiert somit in diesem Jahr das 30-jährige Wettbewerbsjubiläum. War die Wahl zunächst eine Publikumswahl, so sind seit 2007 ausschließlich die Sportjournalisten aus Niedersachsen stimmberechtigt. Veranstaltet wird die Wahl mit Unterstützung der AOK Niedersachsen und des Vereins Niedersächsische Sportpresse. 

Ab heute und bis Freitag, 17. Juli 2020, haben die Experten die Möglichkeit, sich für einen der vier zur Wahl stehenden Kandidaten zu entscheiden. Gesucht wird der Nachfolger des aktuellen Titelträgers Nils Körber vom VfL Osnabrück. Die Stimmabgabe erfolgt online unter: www.nfv.de/wettbewerbe/fussballer-des-jahres/abstimmung/ 

Und so geht´s: Für die Teilnahme sind Niedersachsens Sportjournalisten aufgerufen, unter angegebenem Link ihren Namen, ihr Medium und ihre E-Mail-Adresse sowie das mit dieser E-Mail versendete Legitimations-Passwort fdjnfv2020 einzutragen und das Kreuz bei ihrem Favoriten zu setzen. Mehrfache Teilnahmen sind nicht erlaubt. 

Das Mitmachen lohnt sich! Unter allen Teilnehmern wird ein Romantik-Wochenende für zwei Personen im Sporthotel Fuchsbachtal verlost. Der Gewinner wird nach dem Ende der Wahl direkt benachrichtigt. 

Die Kandidaten 

Pernille Harder (VfL Wolfsburg): Mit 27 Treffern hatte die Dänin maßgeblichen Anteil daran, dass sich der VfL Wolfsburg bereits zum sechsten Mal seit 2013 den Meistertitel in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga sichern konnte. Mit dieser Ausbeute gewann die 27-Jährige zum zweiten Mal nach 2018 die Torjägerinnen-Kanone in der Beletage des deutschen Frauenfußballs. Zusätzlich feierte die 118-fache dänische Nationalspielerin in ihrer vierten Spielzeit beim VfL auch den Gewinn des DFB-Pokals und damit das vierte Double in Folge, wobei sie im Pokalfinale gegen die SGS Essen (4:2 i. E. , 3:3, 3:3, 1:2) je einen Treffer in der regulären Spielzeit und im Elfmeterschießen beisteuerte. Ihre Titelsammlung hat sich in Wolfsburg auf nunmehr acht erhöht. Und damit nicht genug: Im August wird in Spanien die Champions League der Frauen zu Ende gespielt. Dann möchte Europas Fußballerin des Jahres von 2018 mit den „Wölfinnen“ nach den Sternen greifen, nachdem sie 2018 mit dem Verein schon einmal das Finale erreicht hatte, damals aber trotz ihres Führungstores mit 1:4 n.V. gegen Olympique Lyon verlor. 

Genki Haraguchi (Hannover 96): Nach einer besorgniserregenden Hinrunde und dem Blick in die Abstiegszone gelang den „Roten“ in den Geisterspielen der Rückrunde der Turnaround und sie kletterten noch auf Rang 6. Einer der Gründe: Der 53-fache japanische Nationalspieler entwickelte sich in der zweiten Hälfte seines zweiten Dienstjahres bei Hannover 96 unter Trainer Kenan Kocak als unermüdlicher Antreiber zum Führungsspieler. Und der „Zehner“ zeigte Qualitäten, die er im Abstiegsjahr 2018/19 nach seinem Wechsel zu 96 noch hatte vermissen lassen. Blieb er im ersten 96-Jahr torlos, so bewies der 29-Jährige mit sechs Treffern und fünf Assists neben hoher Spielkunst endlich auch Torgefahr. Haraguchi begann seine fußballerische Karriere in Japan bei Urawa Red Diamonds. 2014 wechselte er in die Bundesliga zu Hertha BSC. Die Berliner liehen den heute 29-Jährigen in der Rückrunde 2017/18 an Fortuna Düsseldorf aus, ehe er zur Saison 2018/19 nach Hannover wechselte. Insgesamt bestritt Haraguchi 119 Spiele in der 1. Bundesliga und 45 Begegnungen in der 2. Bundesliga. 

Martin Kobylanski (Eintracht Braunschweig): Seine Tore zum 1:0 und spielentscheidenden 3:2 im vorletzten Saisonspiel gegen Waldhof Mannheim besiegelten den Wiederaufstieg von Eintracht Braunschweig in die 2. Bundesliga. Insgesamt erzielte der in Berlin gebürtige Pole in dieser Saison in 33 Spielen 18 Treffer für die „Blau-Gelben“ und belegte damit in der Torjägerliste der 3. Liga Rang 4. Zu seinen Toren kamen neun Assists und mit 27 Punkten landete der 26-Jährige in der Scorerliste der 3. Liga auf Rang 5. Außerdem wurde Kobylanski mit einem Notendurchschnitt von 2,94 in der Topspielerliste des kicker bester Feldspieler der Eintracht. Bevor der Stürmer im Sommer 2019 nach Braunschweig wechselte, spielte er für Preußen Münster (2017 bis 2019), Lechia Gdansk (2016 bis 2017), 1. FC Union Berlin (2014 bis 2015), Werder Bremen (2012 bis 2016) und Energie Cottbus (2011 bis 2012). Insgesamt stehen für Kobylanski acht Bundesliga-Einsätze, 22. Spiele in der 2. Bundesliga und 137 Begegnungen in der 3. Liga zu Buche. 

Deniz Undav (SV Meppen): Dass der SV Meppen in der 3. Liga lange Zeit die Aufstiegsplätze im Visier hatte, ist nicht zuletzt Deniz Undav zu verdanken. Der noch 23-Jährige wurde mit einem Noten-Durchschnitt von 2,67 beim kicker Topspieler der 3. Liga, belegte in der Torjägerliste mit 17 Treffern Rang 5 und in der Scorerliste mit zusätzlichen zwölf Assists und damit 29 Punkten Rang 3. Sein spektakulärstes Tor in dieser Saison gelang ihm beim 3:0-Erfolg gegen die SpVgg Unterhaching, als er von der Mittellinie ins gegnerische Gehäuse traf. Undav spielte in seiner Jugend für TSV Achim, Werder Bremen, SC Weyhe und den TSV Havelse. In Havelse bestritt er auch seine ersten Einsätze im Herrenbereich in der Regionalliga Nord. 2017 folgte ein Wechsel zu Eintracht Braunschweig, ehe Undav 2018 beim SV Meppen anheuerte. Insgesamt bestritt der Stürmer 69 Spiele für die Emsländer und erzielte dabei 23 Tore. Wermutstropfen für den SV Meppen: Undav hat den Verein zwei Spieltage vor Saisonende verlassen und sich dem belgischen Zweitligisten Royale Union Saint-Gilloise angeschlossen. 

Die Ehrentafel der Titelträger und ihre Paten

1991: Uwe Groothuis (Kickers Emden), Pate: Uwe Seeler

1992: Petra Damm (VfR Eintracht Wolfsburg), Pate: Jupp Derwall †

1993: Andre Breitenreiter (Hannover 96), Pate: Hans Tilkowski

1994: Josef Menke (SV Meppen), Pate: Bernard Dietz

1995: Stefan Meißner (VfL Wolfsburg), Pate: Horst Hrubesch

1996: Stefan Prause (Kickers Emden), Pate: Bernd Franke

1997: Jörg Sievers (Hannover 96), Pate: Dieter Burdenski

1998: Roy Präger (VfL Wolfsburg), Pate: Manfred Burgsmüller

1999: Gerald Asamoah (Hannover 96), Pate: Johannes Löhr †

2000: Uwe Brunn (VfL Osnabrück), Pate: Uli Stein

2001: Christian Claaßen (VfL Osnabrück), Pate: Marco Bode

2002: Jan Simak (Hannover 96), Pate: Hans Siemensmeyer

2003: Fredi Bobic (Hannover 96), Pate: Michael Skibbe

2004: Stefanie Gottschlich (VfL Wolfsburg), Patin: Tina Theune Meyer

2005: Per Mertesacker (Hannover 96), Pate: Max Lorenz

2006: Thorsten Stuckmann (E. Braunschweig), Pate: Horst Wolter

2007: Robert Enke † (Hannover 96), Pate: Horst Podlasly †

2008: Martina Müller (VfL Wolfsburg), Pate: Steffi Jones

2009: Marcel Schäfer (VfL Wolfsburg), Pate: Marcel Reif

2010: Edin Dzeko (VfL Wolfsburg), Pate: Werner Hansch

2011: Didier Ya Konan (Hannover 96), Pate: Sebastian Hellmann

2012: Jan Schlaudraff (Hannover 96), Pate: Kai Dittmann

2013: Mame Diouf (Hannover 96), Pate: Mousse T.

2014: Ron-Robert Zieler (Hannover 96), Pate: Michael Richter

2015: Kevin De Bruyne (VfL Wolfsburg), Pate: Dieter Hecking

2016: Marvin Schwäbe (VfL Osnabrück), Pate: Harald Pistorius

2017: Martin Harnik (Hannover 96), Pate: Peter Linden

2018: Waldemar Anton (Hannover 96), Pate: Martin Andermatt

2019: Nils Körber (VfL Osnabrück), Pate: Uwe Brunn

 

 

Autor / Quelle: bo
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