Geschäftsführer Phlipp Hernnberger und VfB-Fan Jan Krieger

Es bewegt sich viel beim VfB Oldenburg

18.12.2015

Der Verein für Bewegungsspiele (VfB) Oldenburg hat sich zum Jahreswechsel an der Spitze der Regionalliga Nord festgesetzt. Der Optimismus bei den Verantwortlichen und Fans ist riesengroß. Zwar hatte der Traditionsklub vor der Saison als Ziel lediglich den Klassenerhalt angegeben, so möchten sie im nächsten Jahr nach den Sternen greifen. „Wir wollen den Aufstieg in die 3. Liga schaffen“, betont Philipp Herrnberger selbstbewusst.

Der VfB-Geschäftsführer weiß, wo oben ist. Er wechselte zur neuen Saison vom Erstligisten EWE Baskets Oldenburg zu den Fußballern des VfB Oldenburg. Die Körbe beim Basketball sind ja bekanntlich ganz schön hoch. Philipp Herrnberger ist sich darüber im Klaren, dass der Aufstieg nur mit den Fans möglich sein wird. Es herrscht eine große Erwartungshaltung.

Beim VfB Oldenburg halten sie fest zusammen. Das ist keine Floskel, sondern Realität. Unter den verschiedenen Fangruppen gibt es auch die kleine Fan-Organisation „VfB für Alle Oldenburg“, die sich nachhaltig gegen Diskriminierung und Rassismus einsetzt. Sie wurde in diesem Jahr für ihr Engagement mit dem 2. Platz beim DFB-Wettbewerb „Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet, der immerhin mit 7000 Euro dotiert war. Damit setzt der kleine, etwa 25 Mitglieder starke Fanklub ein großes Zeichen. Wohl dem, der so eine tolle Organisation im Verein hat. Ihr Sprecher Jan Krieger betont, dass das Engagement nicht einmalig ist, sondern eben nachhaltig. Getreu dem Motto „VfB für Alle Oldenburg“ kümmern sich die Fans außerdem um die Flüchtlinge in der Stadt.

Ein weiteres beispielhaftes Projekt. Alle Fans mit einzubinden, ist die eine Sache, aber ohne die große Unterstützung vieler Sponsoren wird der VfB Oldenburg sein Ziel nur schwer erreichen können. Deshalb hat der Verein eine Kampagne ins mit dem Titel „Vorne drauf ein Teil von Dir“ Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich ein wohl einmaliges Trikotsponsoring. Ab 2500 Euro können Firmen oder Einzelpersonen ein „Stück vom VfL Oldenburg“ werden. „Nach einer Woche haben sich bereits 20 Gönner gemeldet, die den Verein mit 2500 Euro unterstützen. Diese großartige Unterstützung hat eine große Symbolkraft für unseren VfB“, lobt Herrnberger das beispielhafte Engagement.

Noch einige Informationen zur neuen VfB-Sponsoring-Idee: Die Namen sämtlicher Unterstützer werden auf der Trikotbrust des VfB dann gemeinsam den Schriftzug „VfB“ ergeben. „Wir benötigen die Unterstützung aus der Region, nur gemeinsam können wir den Aufstieg schaffen“, sagte Philipp Herrnberger dem Kicker. Die Aktion konnte der VfB Oldenburg ins Leben rufen, weil der Vertrag mit dem bisherigen Sponsor zum Jahresende ausläuft. Keine Frage: Der VfB Oldenburg sucht zielstrebig den Weg nach oben. Und wenn der Verein für Bewegungsspiele das nötige Glück hat, wird der Aufstieg in die 3. Liga gelingen. An Engagement fehlt es den Verantwortlichen jedenfalls nicht: Sie bringen die sprichwörtliche Beweglichkeit und Flexibilität mit, um das große Ziel zu erreichen.

Der Präsident Wilfried Barysch, Vorstandsvorsitzender des VfB Oldenburg gegenüber dem Kicker-Sportmagazin: Der sportliche Erfolg kam auch für die Verantwortlichen des VfB Oldenburg überraschend, „aber jetzt wollen wir Vollgas geben und die Chance zum Aufstieg nutzen – wer weiß, wann sie wiederkommt.“ Diese Worte sprach kürzlich Wilfried Barysch bei einer Sponsorenversammlung.

Philipp Herrnberger zur Flüchtlingssituation: Wir bieten Menschen ein Zuhause und wollen sie zusammenführen. ……….zum VfB Oldenburg: Wir sind der Leuchtturm im Nordwesten ………zum „Traum“ des Vereins, im Ortsteil Donnerschwee (Anmerkung der Redaktion: In der Nähe des alten, ehrwürdigen Stadions) ein neues Stadion zu bauen: Wir brauchen ein neues Stadion. Wir können das Projekt nur mit Unterstützung der Stadt Oldenburg realisieren. …..zu Vorbildvereinen aus der 2. Bundesliga: Unsere Vorbilder sind der FC St. Pauli und Union Berlin.

Jan Krieger zur Bewerbung „Julius-Hirsch-Preis“: Wir haben es einfach mal versucht und hätten niemals gedacht, dass wir am Ende unter rund 200 Bewebern den 2. Platz belegen. …….zu Aktionen seiner Fangruppe: Wir wollen präventiv tätig werden und Fans motivieren, bei uns mitzumachen. …..zum Flüchtlingscafe in Oldenburg: Wir wollen mit den Leuten reden, sie integrieren und aufklären. Dort treffen sich junge Menschen im Alter zwischen 16 und 29 Jahren. ….zur Antirassismuskampagne: Die Resonanz in der Fanszene ist groß. Die Stadt Oldenburg begrüßt unsere Arbeit. Wir werden in der Stadt wahrgenommen. Wir definieren uns über unsere soziale Arbeit. Das ist mehr als nur Fußball.

Größter Erfolg. Der VfB Oldenburg stand in der Saison 1991/1992 vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga. Es fehlte am Ende nur ein winziges Pünktchen. Danach stieg die Mannschaft in die Oberliga ab.

Autor / Quelle: r.k.
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