DFB-Pokal der Frauen: BVC verspielt 2:0-Vorsprung - Nur Wolfsburg weiter

10.09.2018

Der VfL Wolfsburg hat als einziger NFV-Vertreter das Achtelfinale im DFB-Pokal der Frauen erreicht. Der amtierende Deutsche Meister und Pokalsieger setzte sich im Niedersachsenderby mit 11:0 (7:0) beim Oberligisten Hannover 96 durch. Vor 1.669 Zuschauern eröffnete die isländische Nationalspielerin Sara Björk Gunnarsdottir nach fünf Minuten den Torreigen. Insgesamt verteilten sich die VfL-Treffer auf acht Schützinnen. Im Einzelnen: Gunnarsdottir (5., 41., Elfmeter), Zsanett Jakabfi (11., 75.), Ella Mc Leod (37., 89.), Pernille Harder (9.), Katharina Baunach (29.), Alexandra Popp (45.), Caroline Graham Hansen (52.), Nilla Fischer (55.).

 

Allen Anlass zum Hadern hatte der BV Cloppenburg. Zum einen, weil die Südoldenburgerinnen gegen den Erstliga-Aufsteiger Borussia Mönchengladbach (das Foto zeigt das Duell beider Teams in der vergangenen Saison) einen 2:0-Vorsprung verspielten und zum anderen, weil der 4:3-Siegtreffer für die Gäste  in der 90. Minute fiel. Sarah Abu Sabbah war die gefeierte Schützin. Dabei hatte alles so gut für den BVC gewonnen. Agnieszka Winczo nach elf Minuten und Janelle Kalyn Flaws in der 37. Minute sorgten für Jubel an der Friesoyther Straße. Gegen die gut stehenden Gastgeberinnen, die sich in Hälfte eins bei Ballbesitz des Gegners immer wieder schnell zurückzogen, fand der Favorit vom Niederrhein lange Zeit keine Mittel. Und viel fehlte nicht, und Flaws hätte nach Winczo-Flanke in der 43 Minute gar auf 3:0 erhöht. Stattdessen ging es im Gegenzug auch mal für die Borussinnen schnell, Kelly Simons traf ins lange Eck zum Anschlusstreffer.

 

Nach Wiederanpfiff hatte der BVC zunächst Fortuna auf seiner Seite, als Gladbach in der 50. Minute gleich zweimal hintereinander nur die Latte traf. In der 62. Minute lief es für die Cloppenburgerinnen dann ähnlich unglücklich wie zum Ende der ersten Hälfte. Winczo wurde im Strafraum zu Fall gebracht, doch der Pfiff blieb aus. Statt Elfmeter ging es nach dem Gegenzug weiter mit Ecke für die Borussia, die Mittelfeldspielerin Lisa Josten zunächst abwehren konnte. Doch Gladbach kann erneut zu einer Flanke, die Kersten Bogenschütz zum Ausgleich einköpfte. Fünf Minuten später  traf Bogenschütz dann erneut, diesmal mit einem Freistoß aus 20 Metern Entfernung in den Winkel.

 

Aber der BVC ließ sich nicht beirren und konnte sich einmal mehr auf seine „Torschützin vom Dienst“, Agnieszka Winczo, verlassen. Vier Minuten nach der Gladbacher Führung traf Winczo ins lange Eck zum 3:3. Für die polnische Nationalspielerin war dies im 143. Pflichtspiel für den BVC bereits der 98.Treffer.

Anschließend spielte fast nur noch der Zweitligist aus dem Oldenburger Münsterland. Chancen durch Josten (73.), Flaws (79., Latte) und Natsuki Kishikawa (86.) brachten aber keinen Erfolg. Auf der Gegenseite machte es Sarah Abu Sabbah in der Schlussminute besser. Tanja Schulte, die gemeinsam mit Imke Wübbenhorst für die BVC-Frauen verantwortlich ist, bilanzierte: „Wir haben zwei, drei Situationen anders als die Schiedsrichterin gesehen. Aber letztendlich brauchen wir uns nicht beschweren, wir hatten die Chancen, um hier als Sieger vom Platz zu gehen.“

 

 

Autor / Quelle: maf
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