Alter NFV-Kunstrasenplatz erhält Nachfolger: Noch kann der neue "Teppich" nicht ausgerollt werden

16.01.2022

Wer sich in diesen Tagen von der NFV-Akademie in Barsinghausen zu einer Wanderung in den Deister aufmacht, wird nach nur gut 500 Metern Wegstrecke beim Blick auf die Sportanlagen des NFV feststellen: Hier tut sich etwas. Zwischen dem Torwartübungsplatz und dem Naturrasenspielfeld ist das satte Grün des ehemaligen Kunstrasenplatzes am Fuße des Sporthotels Fuchsbachtal rot-braunem Schotter gewichen. Der Grund ist simpel. Bespielt von ungezählten Lehrgangsteilnehmern der Akademie und von im Hotel beherbergten Spitzenteams ist das alte Geläuf mit einem Lebensalter von gut 13 Jahren in die Jahre gekommen und wird jetzt durch einen neuen und nachhaltigeren „Teppich“ ersetzt.

Der Sarstedter Dipl.-Ingenieur Dieter Grundmann wurde als Garten- und Landschaftsarchitekt vom NFV mit der Planung und Bauüberwachung des neuen Spielfeldes betraut. Nach Ausschreibung erhielt die heiler GmbH & Co. KG als renommierter Sportplatzbauer aus Bielefeld den Zuschlag als Generalunternehmer – und die Arbeiten am neuen Großspielfeld konnten beginnen.

Seit Anfang Oktober sind Bauarbeiter dem alten Platz mit schwerem Gerät wie Bagger, Grabenfräse, Raupen und Walzen zu Leibe gerückt, haben ihn fachgerecht entsorgt und die Grundlagen für den neuen Belag geschaffen. Das alte nicht mehr funktionsfähige Drainagesystem musste komplett erneuert werden. Nach Überarbeitung der vorhandenen Schottertragschicht und Herstellung der benötigten Ebenflächigkeit kann die neue 3,5 cm starke elastische Tragschicht eingebaut werden. Und nun schauen alle am Bau Beteiligten täglich gespannt auf das Thermometer. Denn erst ab einer konstanten Temperatur von mindestens 5 Grad Celsius kann die elastische Tragschicht verlegt werden.

Die wiederum wird Unterbau für den modernen Kunstrasenbelag sein, der vom tschechischen Unternehmen JUTAgrass produziert wird. Statt wie beim alten Kunstrasenplatz mit Gummi-Granulat (SBR) wird der neue Kunstrasen mit Quarzsand und Kork verfüllt, also mit natürlichen und nachwachsenden Materialien. Und damit ganz im Sinne des NFV, der großes Interesse daran hat, sich in allen Bereichen nachhaltiger und moderner aufzustellen.

Je nach Größe und Untergrund können die Kosten für einen neuen Kunstrasenplatz mehrere hunderttausend Euro betragen. Der NFV kann sich glücklich schätzen, dass seine Sanierungsmaßnahme durch das Niedersächsische Ministerium für Inneres und Sport durch die seitens des LandesSportBund Niedersachsen bewilligten Mittel gefördert wird.

Ende Dezember sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein, aber dieser Fahrplan konnte nicht eingehalten werden, weil es im letzten Monat des Jahres und auch derzeit ganz einfach zu kalt ist. Es gilt also für Bauherrn und Bauunternehmen sowie die Lehrgangsteilnehmer der Akademie gleichermaßen, sich in Geduld zu üben und abzuwarten, bis Petrus ein Einsehen hat.

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