Wiedersehen nach 50 Jahren: Herbert Wronski, Jürgen Nitsche, NFV-Vizepräsident Egon Trepke, Karl-Heinz Assmann, Rainer Nawo, Reinhard Famulla, Eintracht-Vizepräsident Rainer Cech, Hans-Joachim Grittner, Karl-Heinz Lunter, Dieter Schaare und Wolfgang Ad

50 Jahre nach Norddeutscher Meisterschaft: A-Junioren von RW Steterburg im Stadion

28.08.2018

Dem Ruf ihres Vizekapitäns Jürgen Nitsche zum Jubiläumstreff, 50 Jahre nach dem Gewinn der Norddeutschen Meisterschaft mit den A-Junioren von Rot Weiß Steterburg, folgten die Spieler gern. Der Funke des gemeinschaftlichen Erfolges sprang sofort über. Einige hatten sich jahrzehntelang nicht gesehen, aber die alten Erinnerungen waren sofort wieder präsent.

Da ihr damaliger Verein heute nicht mehr besteht, hatte Nitsche als Vorsitzender der Medienkommission des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) über den Vizepräsidenten von Eintracht Braunschweig, Rainer Cech, und über den Verband Einladungen für seine Mitspieler ausgesprochen. Gemeinsam schauten sie sich das Drittliga-Heimspiel der Eintracht gegen den FSV Zwickau an. Cech begrüßte neben der Delegation der früheren Rot-Weißen auch den NFV-Vizepräsidenten Egon Trepke, der die Grüße des Verbandes überbrachte.

Der Bezug zur Eintracht als Treffpunkt lag auf der Hand: So wurden die Braunschweiger damals doch im Endspiel um die Bezirksmeisterschaft mit 2:0 besiegt - bei den Eintracht-Verantwortlichen weckte diese Tatsache sofort die Bereitschaft zur Einladung.

Der damalige Siegeszug von RW Steterburg wurde mit den Spielen um die Niedersachsenmeisterschaft gegen den VfL Wolfsburg, VfV Hildesheim und Olympia Wilhelmshaven jeweils mit 2:0-Siegen fortgesetzt. Es folgt das Endspiel gegen Hannover 96 in Hildesheim. Der viel zu früh verstorbene Harald Sturm erzielte das goldene Tor für Rot-Weiß zum 1:0-Sieg. Der Jubel steigerte sich nach dem Schlusspfiff noch, als Steterburg den Zuschlag als Ausrichter für die Norddeutsche Meisterschaft für den 29./30. Juni 1968 bekam.

An der Endrunde nahmen damals der Heider SV (Meister Schleswig-Holstein), Bremerhaven 93 (Bremer Meister), Rasensport Hamburg (Hamburger Meister) und Rot-Weiß Steterburg (Niedersachsenmeister) teil. Die Heimelf traf zunächst im Halbfinale auf Harburg und erstmalig gab es beim 4:2-Erfolg Gegentore. Am Sonntag, 30. Juni, fand schließlich das Endspiel vor 2.500 Zuschauern auf der Rot-Weiß-Anlage gegen Bremerhaven 93 statt, das zuvor den Heider SV mit 2:1 bezwungen hatte. Nach dem Anpfiff der Partie durch den späteren FIFA-Schiedsrichter Volker Roth brannte die Heimelf ein Offensivfeuerwerk ab, das schließlich mit einem 4:0 endete.

Karl-Heinz Asmann sieht heute die die Freundschaft untereinander und den Siegeswillen als Erfolgsfaktoren. Das konsequente Abwehrverhaltengab für Verteidiger Nitsche den Ausschlag. Die Kameradschaft habe einfach gestimmt, betonte Reinhard Famulla und Herbert Wronski hat heute noch einen Satz vom damaligen Braunschweiger Trainer Hennes Jäcker im Kopf. „Wie kann man gegen so eine Dorfmannschaft verlieren? Wir waren ja nur ein kleiner Ortsteil von Salzgitter,“ gab Wronski schmunzelnd zum Besten.

Nach der Partie der Eintracht gegen Zwickau verabredete sich die Neunerrunde der Ex-Rot Weißen für ein Wiedersehen im kommenden Jahr bei Reinhard Famulla. „Da werden alle alten Bilder rausgekramt. Es gibt noch jede Menge rot-weiße Geschichten aufzufrischen und mit Anmerkungen zu versehen“, mit diesen Worten lud der ehemalige Spielmacher seine Mitstreiter ein.

Autor / Quelle: Günter Schacht
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