"Keine Maßnahme des Verbandes" - Rothmund beruft Sondersitzung ein

13.03.2017

Mit Unverständnis hat NFV-Präsident Karl Rothmund auf die Entscheidung des Bezirks Weser-Ems reagiert, am zurückliegenden Wochenende im Herrenbereich keine Schiedsrichter für die Spiele der Bezirksligen 1 bis 5 und der Landesliga zu stellen. Ausdrücklich verweist er in diesem Zusammenhang darauf, „dass dies keine Maßnahme des NFV, sondern ausschließlich des Vorstandes des Bezirkes Weser-Ems war.“ Die Vorgehensweise des Bezirkes missachte die in der Satzung des NFV verankerte Gewaltenteilung. „Die Entscheidung wurde ohne jede Abstimmung mit den Gremien des Landesverbandes getroffen. Aufgrund der grundsätzlichen Bedeutung habe ich deshalb für den kommenden Freitag eine außerordentliche Präsidiumssitzung einberufen, auf der wir über diesen Vorfall sprechen und ihn bewerten werden“, erklärte Rothmund.

Hintergrund ist eine verbale Entgleisung eines namentlich nicht zu ermittelnden Zuschauers („So etwas wie euch sollte man vergasen") gegenüber dem Schiedsrichtergespann nach der ohne jede Auffälligkeiten verlaufenden Bezirksliga-Partie zwischen Grün-Weiß Firrel und TuRa Westrhauderfehn im September 2016. Der gastgebende Verein wurde zunächst vom Bezirkssportgericht wegen „diskriminierenden Verhaltens seiner Anhänger" mit einer Geldstrafe in Höhe von 400 Euro belegt. Firrel wehrte sich gegen das Urteil und bekam in letzter Instanz beim NFV-Oberverbandssportgericht Recht. „Dem Verein kann kein Verschulden vorgeworfen werden. Denn die Äußerung des Zuschauers gegenüber dem Schiedsrichtergespann war im konkreten Fall weder vorhersehbar noch zu verhindern. Insbesondere ist der Zuschauer nicht bereits während des Spiels durch entsprechende oder ähnliche Äußerungen aufgefallen“, hieß es in der Urteilsbegründung.

Gegen diese Entscheidung wollte der Bezirk Weser-Ems mit der Nichtbesetzung der Spiele ein Zeichen setzen, da nach seiner Ansicht durch die Aufhebung des Bezirks-Sportgerichtsurteiles durch die Verbandssportgerichtsbarkeit die Schutzbedürftigkeit seiner Schiedsrichter nicht gewahrt sei.

Autor / Quelle: maf
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