Bulgarien kommt mit Hubchev

09.08.2017

Der A-Platz im Barsinghäuser Fuchsbachtal ist am kommenden Samstag, 12. August, Austragungsort des 1. Internationalen Ü 40-Turniers des NFV. Ab 11 Uhr werden zahlreiche ehemalige Spitzenfußballer am Ball sein. Wie etwa Petar Hubchev, der von 1994 bis 2001 in 172 Spielen die Trikots vom Hamburger SV und Eintracht Frankfurt trug und 1994 zu jener bulgarischen Elf gehörte, die im WM-Viertelfinale die deutsche Nationalmannschaft mit 2:1 bezwang.

 

„Wir wollen demonstrieren, wie vielfältig die internationalen Beziehungen des NFV sind. Deshalb haben wir unsere Partnerverbände nach Barsinghausen eingeladen und als sportlichen Aufhänger ein Turnier im Altherrenbereich gewählt“, erklärte NFV-Präsident Karl Rothmund auf einer Pressekonferenz mit lokalen Medienvertretern im Barsinghäuser Sporthotel Fuchsbachtal.

 

Neben einer Auswahl der Bulgarischen Fußball-Union (BFU werden Vertretungen der polnischen Regionalverbände Großpolen und Oppeln sowie der Niederen Normandie (Frankreich) am Turnier teilnehmen. Eine Mannschaft des NFV sowie des in Hannover beheimateten Vereins SC Polonia runden das Teilnehmerfeld ab. Gespielt wird in zwei Dreiergruppen, von denen sich die beiden ersten für die Halbfinalspiele qualifizieren (ab 16:30 Uhr). „Zuschauer sind herzlich willkommen. Ich bitte aber die Anreise über die Sportschule zu wählen“, sagte Rothmund.

 

Die älteste Verbindung unterhält der NFV zu Bulgarien. Bereits zu Beginn der 1980er Jahre entwickelte sich ein reger Kontakt mit der Stadt Plovdiv und dem dort ansässigen Verein Lokomotiv. 2009 unterzeichnete der NFV mit dem nationalen Verband, der Bulgarischen Fußball-Union (BFU), einen Kooperationsvertrag, der die bereits bestehenden Städte-, Regions- und Vereinspartnerschaften erweiterte. Während immer in den Herbstferien eine U 16-Auswahl des NFV in das südosteuropäische Land reist, entsendet die BFU einmal jährlich eine Jugendnationalmannschaft zu einem Trainingslager nach Barsinghausen.

 

Seit 1996 pflegt der NFV eine Fußballfreundschaft mit dem Verband der Niederen Normandie, der den regelmäßigen Austausch von Auswahlmannschaften beinhaltet. Die deutsch-französischen Beziehungen dienten als Vorbild für das gelebte Miteinander mit dem anderen großen deutschen Nachbarland, Polen. Die 2005 begründete Zusammenarbeit mit dem zweitgrößten Regionalverband, dem in Posen beheimateten Großpolnischen Fußballverband (WZPN), beinhaltet auch einen Austausch von Schiedsrichtern. So leiten polnische Unparteiische Spiele in Niedersachsen und NFV-Referees kommen im WZPN-Verbandsgebiet zum Einsatz.

Richtungsweisend und einzigartig im deutschen Fußball ist die vom NFV vorgenommene Ausbildung von polnischen Trainern für den Breitenfußball. Diese wird seit 2010 vorgenommen und vom DFB unterstützt.

 

Prominentester Spieler in Reihen der WZPN-Auswahl ist Verbandspräsident Pawel Wojtala, der in der Bundesliga für Werder Bremen und den Hamburger SV spielte. Keine Kooperation, aber eine enge Verbindung unterhält der NFV zum Fußball-Regionalverband Oppeln. In dessen Verbandsgebiet liegt die im vergangenen Jahr eröffnete Miro-Fußballschule, in der Kinder neben dem Fußball-ABC auch die deutsche Sprache erlernen. Dieses von der EU geförderte und vom DFB unterstützte Projekt wird seit Beginn an vom NFV und seinem Präsidenten begleitet. Für Karl Rothmund ist die Verbindung zu Oppeln eine Herzensangelegenheit. „Meine Großmutter stammt aus dieser Gegend.“

 

Autor / Quelle: maf
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